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QR-Home Thema: Vögel
Pelikan

Ein Schnabel voller Geschichten: Luna und das Geheimnis des blauen Wassers

Hallo! Ich heiße Luna, und ich bin ein Pelikan – genauer gesagt, ein Brauner Pelikan. Den Namen habe ich von meiner Mama bekommen, weil der Mond in der Nacht, in der ich aus dem Ei schlüpfte, so hell strahlte, dass er das Wasser in ein Silbermeer verwandelte. Mein Zuhause ist ein wunderschöner Küstenstreifen mit strahlend blauem Wasser, irgendwo im Süden der Vereinigten Staaten. Hier gibt es Mangroven, flache Inseln und natürlich die weiten, offenen Ozeane, die sich perfekt für einen guten Schnabelvoll Fisch eignen. Vielleicht hast du von uns Braunen Pelikans gehört; wir tauchen oft spektakulär kopfüber ins Wasser, um unsere Mahlzeiten zu fangen. Es ist eine Kunst, die mir mein Papa beigebracht hat, und ich übe sie immer noch fleißig. Doch heute erzähle ich dir eine Geschichte, die etwas aufregender ist als ein gewöhnlicher Schnabelsturz. Sie beginnt an einem besonders heißen Tag, an dem das Meer wie ein glitzernder Spiegel vor uns lag und ein seltsamer Besucher in unsere Bucht schwamm.

In der Ferne sah ich etwas, das ich bisher noch nie gesehen hatte: ein buntes Floß, gestrickt aus Palmenwedeln, Seilen und Holzstücken, die wohl von einem Sturm ans Ufer getrieben wurden. Es schwamm langsam auf uns zu, und ich war nicht der Einzige, der es bemerkte. Sally, die listige Möwe, und Gregor, der gemütliche Meeresschildkröterich, reckten ebenfalls neugierig ihre Köpfe. „Was ist das, Luna?“ fragte Sally und ließ ihre Flügel kurz über meinem Kopf flattern. „Vielleicht ein neuer Fischstand“, witzelte Gregor, doch seine Augen verrieten, dass auch er aufmerksam blieb. Vorsichtig paddelte ich näher heran, und gerade, als ich mich traute, auf das Floß zu klettern, hörte ich eine sanfte Stimme. „Darf ich mitmachen?“ Es war ein kleiner Kormoran, ungefähr in meinem Alter, der mich süffisant anblinzelte. „Ich heiße Kaya, und ich glaube, wir haben hier eine Entdeckung gemacht!“ Zusammen fing das Abenteuer an - ein Abenteuer, das uns bald nicht nur durch die Wellen führte, sondern auch auf die Spuren einer alten Tradition...

Das Floß war nicht nur ein interessanter Fund, sondern versteckte auch ein paar Geheimnisse. Versteckt unter einer ausgetrockneten Seetangmatte fanden wir eine geschnitzte Muschel aus Holz. Seltsam, oder? Die Muster darauf erinnerten an die Wellen des Ozeans und machten mich neugierig. Gregor, der älteste und weiseste unter uns, meinte: „Das ist ein Symbol der Meereswanderer. Sie haben vor langer Zeit mit Kanus dieses Wasser befahren und ihre Geschichten weitergegeben.“ Kaya und ich sahen uns erstaunt an. „Geschichten wie unsere?“ fragte ich und spürte, wie ein Kribbeln durch meinen Schnabel lief. „Ja“, nickte Gregor, „sie glaubten, dass jede Schnitzerei eine Geschichte trägt, die erzählt werden muss.“ Wir beschlossen, tiefer zu graben – aber wo sollte man anfangen, wenn die See unendlich wirkt? Da fiel Kaya etwas kluges ein: „Lasst uns nach einem Vogel fragen, der schon überall war! So wie die großen wandernden Albatrosse.“ Gesagt, getan – wir formten ein Bündnis wie die besten Entdecker und folgten dem nächsten Wellenschlag hinaus ins weite Blau.

Es dauerte einen ganzen Nachmittag, bis wir endlich auf Boris, den Albatross, trafen. Mit seinem majestätischen weiß-schwarzen Gefieder breitete er die Flügel aus, als wolle er die ganze Meeresbrise umarmen. „Eine geschnitzte Muschel, sagt ihr?“, krächzte er schließlich und blinzelte uns irgendwie verschmitzt an. „Ihr sucht die Insel Tamala. Aus gutem Grund wurde sie geheim gehalten – aber wenn euch dieser alte Brocken hierher geführt hat, dann ist da vielleicht doch etwas Wahres an eurer Suche!“ Mit einer ausladenden Bewegung deutete er uns die Richtung, und wir flatterten aufgeregt los, mit der Schnitzerei in Lunas Schnabel. Was wir fanden, war weder ein Schatz voller Gold noch eine geheimnisvolle Höhle, aber dafür etwas, das noch wertvoller war. Die Insel Tamala, umschlungen von Mangroven, war seit Jahren unberührt – dort lebten wilde Geschichten in jeder Schwingung der Brise und jeder Welle, die gegen die Ufer schlug. Die Schnitzerei passte genau in eine große, alte Steintafel, die Geschichten vom Leben auf See erzählte. Was für ein Abenteuer!

Wusstest du schon? Der Schnabel eines ausgewachsenen Pelikans kann mehr als zehn Liter Wasser fassen – mehr als sechs große Getränkeflaschen! Das macht ihn perfekt zum Fischen und Speichern von Beute.

Fakten und Daten - Pelikan

Name:Pelikan
Wissenschaftlicher Name:Pelecanus onocrotalus
Gewicht:ca. 10-15 kg
Maße:ca. 140-180 cm lang, Flügelspannweite ca. 226-360 cm
Lebensalter:ca. 15-25 Jahre
Lebensraum:Seen, Flüsse, Küstengebiete, Feuchtgebiete
Geschwindigkeit:ca. 56 km/h im Flug

Der Pelikan ist ein großer Wasservogel, der in vielen Teilen der Welt vorkommt, darunter Nordamerika, Europa, Asien und Australien. Pelikane sind bekannt für ihren charakteristischen großen Schnabel mit einem dehnbaren Kehlsack, den sie zum Fangen von Fisch verwenden. Es gibt mehrere Arten von Pelikanen, darunter der Rosapelikan, der Krauskopfpelikan und der Amerikanische Weißpelikan.

Pelikane leben in der Nähe von Küsten, Seen und Flüssen, wo sie reichlich Nahrung finden können. Sie sind hervorragende Fischer und jagen oft in Gruppen. Dabei treiben sie Fischschwärme zusammen und schöpfen dann die Fische mit ihrem Schnabel aus dem Wasser. Der dehnbare Kehlsack kann große Mengen Wasser und Fisch aufnehmen, das Wasser wird anschließend ausgesiebt und der Fisch verschluckt. Neben Fisch fressen Pelikane gelegentlich auch Amphibien und kleine wirbellose Tiere.

Pelikane nisten in großen Kolonien auf Inseln oder in abgelegenen Feuchtgebieten. Das Weibchen legt mehrere Eier, die von beiden Elternteilen bebrütet werden. Nach dem Schlüpfen kümmern sich beide Eltern um die Küken, die in Nestern aus Gras, Zweigen und Federn aufgezogen werden. Pelikane sind beeindruckende Flieger und können lange Strecken zurücklegen, indem sie thermische Aufwinde nutzen. Ihr Schutz ist wichtig, um die Bestände zu erhalten und die Gesundheit der Feuchtgebiete, in denen sie leben, zu gewährleisten.

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