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Afrikanischer Strauß

Das große Rennen von Sefu

Hallo! Mein Name ist Sefu, und ich bin ein Afrikanischer Strauß. Mein Name bedeutet „Schützer“ in der Sprache der Menschen in meiner Heimat, denn meine Eltern sagen, ich habe schon immer ein wachsames Auge auf unsere Familie geworfen. Ich bin einen Kopf größer als die meisten hier in der Savanne – schließlich bin ich die größte Vogelart der Welt! Aber fliegen kann ich nicht. Dafür können meine kräftigen Beine mich so schnell laufen lassen, dass sogar der Wind manchmal hinter mir anstrengen muss, um mitzuhalten. Ich lebe in der weiten, heißen Savanne Afrikas, die voller goldgelber Gräser, dorniger Akazienbäume und einer spannenden Mischung aus Freunden – und auch Feinden – ist. Heute will ich euch eine Geschichte erzählen, die mir vor gar nicht langer Zeit passiert ist. Sie handelt von Mut, Verantwortung und einem Wettlauf, den ich nie hätte gewinnen können – naja, so dachte ich jedenfalls.

Es war ein besonders heißer Morgen. Die Sonne hatte das Gras schon früh zum Flimmern gebracht, und der Boden unter meinen Füßen fühlte sich warm wie frisch gebackenes Brot an. Wir Strauße müssen vorsichtig sein, wenn die Sonne so hoch steht. Zum Glück haben unsere langen Wimpern den besonderen Trick, die blendenden Strahlen abzuwehren und uns zu helfen, auch in der Ferne scharfe Augen zu behalten. Gerade als ich meinen Lieblingsplatz unter einer hohen Akazie erreicht hatte, hörte ich ein leises Rascheln im Gras. Es war Otis, das kleine Warzenschwein. „Sefu! Die Löwen sind unterwegs!“, keuchte er. „Ich habe sie am Fluss gesehen, und sie schnüffeln. Deine Geschwister haben sich weiter hinten in den Gräsern versteckt – aber ich glaube, sie brauchen Hilfe.“ Mein Herz klopfte laut. Als der älteste Strauß der Familie wusste ich, was es bedeutete, wenn ein Löwe unterwegs war. Löwen sind zwar langsamer als ich, aber wenn sie in Gruppen arbeiten, können sie selbst uns gefährlich werden. „Auf mich kannst du dich verlassen, Otis“, sagte ich, und mit einem kräftigen Sprung setzte ich meinen Plan in Gang.

Ich rannte, so schnell ich konnte. Meine Füße wirbelten Staub und Erde hoch und ließen die Welt um mich herum verschwimmen. Die Savanne ist ein gefährlicher Ort, ja – aber auch voller wunderbarer Überraschungen. Kanincheneulen saßen auf Termitenhügeln und überwachten mein Rennen, und ein paar Antilopen schauten neugierig auf, um zu sehen, wer da so laut durch die Steppe polterte. Als ich endlich die dichten Gräser erreichte, fand ich meine beiden kleinen Brüder, Mwamba und Moja, wie sie sich duckten. „Kommt raus, ihr Faulenzer!“, sagte ich mit einem Augenzwinkern. „Es ist Zeit für ein kleines Rennen.“ Sie wussten sofort, worum es ging. Mit einem Straußenrennen konnten wir den Blick der Löwen auf uns lenken und sie vom Rest unserer Familie ablenken – dafür mussten wir nur klüger und schneller sein.

Also rannten wir. Wir rannten nicht direkt, sondern in Schlaufen und Kreisen, damit die Löwen verwirrt blieben. Jedes Mal, wenn sich ein Löwe zu nahe wagte, nutzte ich meine großen Flügel – nicht zum Fliegen, sondern um abrupt die Richtung zu wechseln und in den Staub zu verschwinden. Ich fühlte mich wie der König der Savanne an diesem Tag, so voller Energie, Verantwortung und – ja – ein bisschen Stolz. Während wir weiterliefen, erinnerten meine Brüder mich, nicht aus den Augen zu verlieren, warum wir das taten. Und das stimmte: Es ging nicht nur um unsere Sicherheit, sondern auch darum, die Familie zu schützen. Nach einer Stunde Warten gaben die Löwen auf, und wir kehrten zurück. Mein Herz schlug immer noch schnell, aber ich wusste, ich hatte meine Aufgabe erfüllt.

Als wir wieder bei der Gruppe ankamen, waren meine Eltern voller Lob. Und Mwamba und Moja? Sie hatten zum ersten Mal verstanden, dass Verantwortung nicht nur eine Last ist. Sie ist auch ein Zeichen von Stärke und Liebe. „Sefu“, flüsterte mein Vater stolz, „du bist ein richtiger Schützer.“ Und ich? Ich fühlte mich, als könnte ich mit meinen Beinen die ganze Savanne umarmen.

Wusstest du schon?

Afrikanische Strauße sind die schnellsten laufenden Vögel der Welt und können Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h erreichen! Ihre kräftigen Beine sind so beeindruckend, dass sie mit einem Tritt sogar einen Löwen abwehren können – ein wahres Wunder der Natur.

Fakten und Daten - Afrikanischer Strauß

Name:Afrikanischer Strauß
Wissenschaftlicher Name:Struthio camelus
Gewicht:ca. 90-150 kg
Maße:ca. 2,1-2,8 m groß
Lebensalter:ca. 40-50 Jahre
Lebensraum:Savannen, Halbwüsten, offene Graslandschaften
Geschwindigkeit:ca. 70 km/h

Der Afrikanische Strauß ist der größte lebende Vogel der Welt und lebt in den offenen Savannen und Halbwüsten Afrikas. Strauße können bis zu 2,7 Meter groß werden und bis zu 156 Kilogramm wiegen. Sie haben lange, kräftige Beine, die ihnen eine bemerkenswerte Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h ermöglichen, was sie zu den schnellsten laufenden Vögeln macht. Ihr Gefieder ist dicht und flauschig, wobei die Männchen meist schwarze und weiße Federn und die Weibchen graubraune Federn haben.

Strauße sind Allesfresser und ernähren sich von einer Vielzahl von Pflanzen, Samen, Früchten und gelegentlich von kleinen Wirbeltieren und Insekten. Ihre kräftigen Schnäbel und langen Hälse ermöglichen es ihnen, Nahrung vom Boden aufzusammeln und Blätter von Büschen zu fressen. Da sie keine Zähne haben, schlucken Strauße kleine Steine und Sand, die in ihrem Magen helfen, die Nahrung zu zerkleinern.

Strauße leben in Gruppen, die aus wenigen Individuen bis zu großen Herden bestehen können. Während der Brutzeit legt das Weibchen seine Eier in eine flache Grube im Boden, die von mehreren Weibchen genutzt wird. Die Eier sind die größten aller lebenden Landtiere und können bis zu 1,4 Kilogramm wiegen. Das Brutgeschäft teilen sich Männchen und Weibchen, wobei die Männchen in der Nacht und die Weibchen am Tag brüten. Der Afrikanische Strauß ist gut an das Leben in heißen, trockenen Umgebungen angepasst und spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem der Savanne.

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