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QR-Home Thema: Waldtiere
Baummarder

Die Geheimnisvolle Schattenwanderung von Marla

Hallo, ich bin Marla, die flinke Baummarderin mit dem weichsten Fell im Wald. Mein Zuhause ist das Herzenberger Forstland – ein Märchenwald aus hohen, knorrigen Buchen, geheimnisvollen Eichen und duftenden Fichten. Hier, in der Mitte Europas, ist jeder Tag eine Entdeckung. Heute erzähle ich euch von einer Nacht, die alles veränderte und mir half, einen alten Brauch zu verstehen, von dem ich vorher nur Geschichten gehört hatte.

Es war eine frostige Winternacht, und das silbrige Mondlicht verwandelte den Wald in ein Zauberland. Mein dicker Pelz schützte mich vor der Kälte, während ich auf einer hohen Astgabel die Welt beobachtete. Eichhörnchen waren längst verschwunden, und selbst die frechen Mäuse versteckten sich tief im Laub. Plötzlich hörte ich ein leises Rascheln – vielleicht ein Feind? Mein Herz schlug schneller, aber dann erkannte ich den wohlbekannten Schatten von Bartus, dem stattlichen Uhu. „Was machst du hier um diese Zeit, Marla?“ fragte er mit seiner tiefen Stimme. „Suchst du das Licht der Alten Pfade?“

Das Licht der Alten Pfade? Ich hatte davon gehört – ein mystisches Ritual, das nur die mutigsten Tiere im Herzen des Waldes vollziehen. Bartus erzählte mir, dass die Eichen ihre Geschichten nur in der tiefsten Nacht preisgeben. So hatte diese uralte Tradition ihren Beginn; Tiere lauschten den Weisheiten der Bäume, den Hütern unserer Welt. „Willst du es sehen?“ fragte Bartus und hob seine mächtigen Flügel. Ich nickte fasziniert. Eine seltene Gelegenheit, die Geheimnisse meiner Heimat zu erschließen.

Wir flogen – naja, Bartus flog, und ich kletterte flink von Ast zu Ast – zum Gipfel eines einsamen Hügels. Dort stand die älteste Eiche des Waldes, ihr Stamm so breit und verwittert, dass Bartus und ich uns darin hätten verstecken können. Umgeben von schimmerndem Schnee wirkte der Platz magisch. Plötzlich leuchteten winzige Lichter in der Luft, als ob die Sterne auf die Erde gefallen wären. Es war, als ob der Wald selbst in Geschichten sprach: von Jagden, Freundschaften und manchmal von alten Feinden wie dem lauernden Fuchs oder dem schlauen Habicht.

Ich lauschte gebannt, nicht sicher, ob die Lichter wirklich zu mir sprachen. „Warum zeigt der Wald uns das?“ fragte ich Bartus. „Wir sind Teil davon, Marla. Alles, was der Wald ist, bist auch du.“ Diese Worte blieben in mir hängen. Ich fühlte mich kleiner – wie ein winziger Teil eines riesigen Puzzles. Ich wollte dieses uralte Wissen ehren, wollte die Tradition verstehen und weitertragen. Als die Sonne langsam die Frostnacht verdrängte, verabschiedeten wir uns von der Eiche. Die Lichter waren verschwunden, aber ihr Glanz blieb in meinem Herzen.

Nach dieser Nacht sah ich mein Zuhause mit anderen Augen. Alles hatte eine Bedeutung – die hohen Wipfel, das Knacken der Äste und sogar die leisen Schritte des Mardergegners Fuchs. Diese Tradition schärfte meinen Geist, und seitdem wachte ich über den Wald wie eine Wächterin. Vielleicht wagt ihr eines Tages auch, das Licht der Alten Pfade zu suchen. Glaubt mir, es lohnt sich.

Wusstest du schon? Baummarder kommunizieren untereinander mit verschiedenen Lauten, zum Beispiel durch Trillern, Zwitschern und Schreien, um ihre Territorien zu markieren und Rivalen fernzuhalten.

Fakten und Daten - Baummarder

Name:Baummarder
Wissenschaftlicher Name:Martes martes
Gewicht:ca. 0,8-1,8 kg
Maße:ca. 45-58 cm, Schwanzlänge ca. 16-28 cm
Lebensalter:ca. 10-15 Jahre
Lebensraum:Wälder, insbesondere Misch- und Nadelwälder
Geschwindigkeit:ca. 30 km/h

Der Baummarder, auch als Edelmarder bekannt, gehört zur Familie der Marder (Mustelidae) und ist in Europa und Teilen Asiens verbreitet. Er ist ein geschickter Kletterer und lebt hauptsächlich in Wäldern, wo er sowohl in Bäumen als auch am Boden nach Nahrung sucht. Der Baummarder hat einen schlanken Körper, einen langen buschigen Schwanz und ein dichtes, glänzendes Fell, das in der Regel dunkelbraun bis schwarz ist.

Baummarder sind Allesfresser und ihre Ernährung variiert je nach Jahreszeit. Sie fressen kleine Säugetiere, Vögel, Insekten, Früchte und Beeren. Ihre Fähigkeit, sowohl am Boden als auch in den Bäumen zu jagen, macht sie zu vielseitigen und erfolgreichen Raubtieren. Baummarder sind bekannt für ihre Geschicklichkeit und Schnelligkeit, die ihnen helfen, Beute zu fangen und Raubtieren zu entkommen.

Der Baummarder baut seine Nester, auch als Kobel bezeichnet, in hohlen Bäumen oder verlassenen Vogelnestern. Diese Nester bieten Schutz und einen sicheren Platz zur Aufzucht der Jungen. Baummarder sind Einzelgänger und sehr territorial. Sie markieren ihr Revier mit Duftdrüsen, um andere Marder fernzuhalten. Trotz ihrer scheuen Natur spielen Baummarder eine wichtige Rolle im Ökosystem, indem sie zur Kontrolle der Populationen kleiner Säugetiere und Insekten beitragen und zur Verbreitung von Samen durch ihre Ernährung beitragen.

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