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QR-Home Thema: Waldtiere
Baummarder

Das geheime Flüstern des Waldes

Man nennt mich Fenna, und ich bin eine Baummarderin - flink, mit einem schokoladenbraunen Fell und einer schneeweißen Kehle, die mich wie ein kleiner Lichtstrahl aussehen lässt, wenn ich mich durch das dichte Grün des Waldes bewege. Mein Zuhause ist hier, wo die großen Buchen und Fichten ihre Arme ausbreiten, und der Boden unter ihnen wie ein kupferfarbenes Meer aus Laub wirkt. Es ist Herbst, goldene Sonnenstrahlen durchbrechen das Blätterdach, und mein Herz schlägt schneller, denn ich habe eine Entdeckung gemacht, die unser kleines Waldreich für immer verändern könnte.

Unter einem alten, knorrigen Baum, dessen Wurzeln wie die Finger einer uralten Hand aus dem Boden greifen, hörte ich das Flüstern des Waldes, ein Klang, der nicht von den üblichen Bewohnern stammt. Kein Rascheln eines Mäusebusses, kein Wispern der Eule - sondern ein leises Surren, als wäre der Boden selbst lebendig. Mein scharfer Geruchssinn führt mich zu einem seltsamen Duft, der wie feuchte Erde, aber auch wie etwas Unbekanntes riecht, fast wie die Magie, die ich nur aus Geschichten kenne. Hier, unter einer moosgarnen Decke, entdecke ich einen seltsam leuchtenden Samen.

Ich rieche daran, und meine Schnurrhaare kitzeln von den eigenartigen Schwingungen, die von ihm ausgehen. Plötzlich bewegt sich die Luft um mich herum, und ich sehe eine schimmernde Libelle, deren Flügel wie Silberstaub glitzern. "Du hast ihn gefunden", sagt sie mit einer Stimme, die wie das Summen des Windes klingt. Noch bevor ich antworten kann, rennt der Birkhuhn Herr Braun durch das Geäst auf mich zu. "Fenna! Pass auf! Der Fuchs hat deine Fährte aufgenommen!" Mein Herz hüpft, und ich greife instinktiv nach dem Samen und springe durch das Laub.

Die Jagd beginnt. Ich schlängele mich durch enge Baumwurzeln und mache ich mir meine Fähigkeiten zunutze; meine Krallen halten sicher an jedem Ast, und ich springe höher, als es der Fuchs je könnte. Doch der Samen in meiner Tasche scheint zu glühen, und mit einem Mal verlangsamt sich die Zeit um mich, als ob der Wald mir selbst helfen wollte. Eine Lücke im dichten Geäst öffnet sich, genau passend für mich, aber zu schmal für meinen Feind, der mit einem warnenden Knurren auf Distanz bleibt. Die Libelle erscheint erneut. "Das ist der Samen des Waldes. Hüte ihn gut, Fenna."

Ich verberge den Samen in einer tiefen Höhle, die nur von mir bekannt ist. Der Wald scheint stiller, ruhiger - als hätte er mir für meine Hilfe gedankt. In den kommenden Tagen kehren der Fuchs und seine bedrohlichen Ehegefährten nicht zurück. Mein Leben wird wieder normal: Jagen, Schutz suchen, das Gezwitscher der Meisen lauschen. Doch ich spüre einen kleinen Unterschied. Es ist, als hätte sich die Magie des Waldes selbst entschieden, mich zu begleiten. Und als ich nachts hoch oben auf den Ästen liege, sehe ich manchmal ein silbernes Schimmern: die Libelle, die mich bewacht.

Wusstest du, dass Baummarder bis zu acht Meter weit springen können? Das macht sie zu wahren Akrobatik-Meistern in den Baumwipfeln!

Fakten und Daten - Baummarder

Name:Baummarder
Wissenschaftlicher Name:Martes martes
Gewicht:ca. 0,8-1,8 kg
Maße:ca. 45-58 cm, Schwanzlänge ca. 16-28 cm
Lebensalter:ca. 10-15 Jahre
Lebensraum:Wälder, insbesondere Misch- und Nadelwälder
Geschwindigkeit:ca. 30 km/h

Der Baummarder, auch als Edelmarder bekannt, gehört zur Familie der Marder (Mustelidae) und ist in Europa und Teilen Asiens verbreitet. Er ist ein geschickter Kletterer und lebt hauptsächlich in Wäldern, wo er sowohl in Bäumen als auch am Boden nach Nahrung sucht. Der Baummarder hat einen schlanken Körper, einen langen buschigen Schwanz und ein dichtes, glänzendes Fell, das in der Regel dunkelbraun bis schwarz ist.

Baummarder sind Allesfresser und ihre Ernährung variiert je nach Jahreszeit. Sie fressen kleine Säugetiere, Vögel, Insekten, Früchte und Beeren. Ihre Fähigkeit, sowohl am Boden als auch in den Bäumen zu jagen, macht sie zu vielseitigen und erfolgreichen Raubtieren. Baummarder sind bekannt für ihre Geschicklichkeit und Schnelligkeit, die ihnen helfen, Beute zu fangen und Raubtieren zu entkommen.

Der Baummarder baut seine Nester, auch als Kobel bezeichnet, in hohlen Bäumen oder verlassenen Vogelnestern. Diese Nester bieten Schutz und einen sicheren Platz zur Aufzucht der Jungen. Baummarder sind Einzelgänger und sehr territorial. Sie markieren ihr Revier mit Duftdrüsen, um andere Marder fernzuhalten. Trotz ihrer scheuen Natur spielen Baummarder eine wichtige Rolle im Ökosystem, indem sie zur Kontrolle der Populationen kleiner Säugetiere und Insekten beitragen und zur Verbreitung von Samen durch ihre Ernährung beitragen.

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