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QR-Home Thema: Waldtiere
Bachforelle

Flora, die flinke Bachforelle und das Geheimnis des Kieselsteins

Die Sonne schimmerte durch das klare, kühle Wasser des Bachs, in dem ich, Flora, zu Hause bin. Mein silbern glänzender Körper huschte zwischen den bauschigen Pflanzen am Rand entlang, die mir Schutz boten. Der Bach, mein Königreich, schlängelte sich durch ein grünes Tal, umgeben von hohen Bäumen, deren Wurzeln sich tief ins Erdreich krallten. Die Strömung kraulte meine Flossen und ließ kleine Luftblasen tanzen. Heute war ein besonderer Tag fürs Toben, aber das Toben hier ist nicht wie bei den Wesen mit zweibeiniger Gestalt, die ich manchmal am Ufer sehe. Mein Toben ist Tanzen, Ausweichen und blitzschnelles Gleiten – immer bereit, einer hungrigen Forelle oder einem neugierigen Reiher zu entkommen.

Ich wagte mich weiter ins seichtere Wasser, wo die Strömung sanfter war. Dort wartete meine Freundin Wilma, die Wasseramsel, auf mich. Wilma ist ein Meister im Tauchen und erzählt mir immer spannende Geschichten. "Flora, sieh mal!" rief sie munter und zeigte mit ihrem Schnabel auf einen funkelnden Kieselstein, so glatt und rund, dass es schien, als hätte die Strömung ihn stundenlang poliert. Ich glitt näher heran, neugierig, wie ich bin. Wilma erklärte mir, dass unter dem Stein eine ganze Kolonie kleiner Bachflohkrebse lebt, meine Lieblingsspeise. Doch zwischen den kleinen Beutetieren schnappte ich auch etwas auf, das nach Abenteuer roch – eine seltsame Spur, die aus dem Kies herauszukommen schien. „Was meinst du, wohin könnte diese Spur führen?“ fragte ich Wilma.

Die Spur war schmal und wies direkt zu einem größeren, moosbewachsenen Stein – dem "Grünen Wächter", wie er in unserer Welt genannt wird. Jedes Tier hier kennt ihn, da er das Revier eines alten Flusskrebses markiert, der so weise ist, dass sich sogar die große Schmerle vor ihm duckt. Ich wagte mich näher heran, immer darauf bedacht, nicht zu forsch zu wirken. Der Flusskrebs war berüchtigt für seine Ungeduld, aber er liebte Geschichten. Vielleicht konnte ich sein Interesse wecken, wenn ich von der Spur erzählte. "Flora!," ertönte plötzlich Wilmas Stimme. "Vorsicht, die Libellenlarve!" Mein Herz machte einen Sprung. Diese Räuber waren nicht zu unterschätzen und flink wie die Strömung selbst. Mit einem gekonnten Schwanzschlag schoss ich in eine Pflanzendecke – ein sicherer Unterschlupf, der mich rettete.

Neben mir raschelte es plötzlich im seichten Wasser. Zwerg, mein Freund die kleine Elritze, tauchte auf. „Flora, du bist wieder mitten in einem Abenteuer, stimmt's? Du kannst einfach nicht stillhalten!“ Er schwamm neben mir her, bereit, mir Gesellschaft zu leisten. Gemeinsam besahen wir die Spur, die direkt unter den Grünen Wächter führte. Doch als wir uns näherten, öffnete der alte Flusskrebs seinen klauenbewehrten Arm, nicht bedrohlich, sondern abwartend. „Was führt euch heute zu mir, ihr unermüdlichen Schwimmer?“ Nach kurzem Zögern erzählte ich ihm von dem funkelnden Kieselstein und den kleinen Spuren direkt darunter. Er schien interessiert, doch die Strömung trug plötzlich die Botschaft einer Gefahr mit sich – das gurgelnde Geräusch fresslustiger Forellen, die weiter oben jagten.

Mein Herz hüpfte wieder, aber diesmal vor Aufregung. Der alte Flusskrebs hatte genug gehört und entschied, uns zu begleiten. „Ihr seid mutige Schwimmer, und eure Neugierde bringt Neues hervor – führt mich jetzt zum Kieselstein zurück!“ Wilma zog Kreise über uns, während wir uns vorsichtig durch das Gewirr aus Pflanzen und Steinen zurückbewegten. Der Flusskrebs redete leise vor sich hin, als seine großen Scheren über den Boden glitten. Schließlich erreichten wir den Kieselstein wieder, und er begann zu untersuchen. Gemeinsam entdeckten wir, dass die seltsamen Spuren zu einer verborgenen Ritze führten – ein Schatz aus winzigen Glanzkörnchen, die der Bach vor langer Zeit hier angesammelt hatte. Es war magisch – natürlicher und doch so geheimnisvoll, dass selbst der alte Wächter verblüfft war.

Wusstest du, dass Bachforellen während ihres Lebens je nach Nahrung und Lebensraum ihre Farbe ändern können, um besser getarnt zu bleiben?

Fakten und Daten - Bachforelle

Name:Bachforelle
Wissenschaftlicher Name:Salmo trutta fario
Gewicht:ca. 0,2-2 kg
Maße:ca. 20-80 cm
Lebensalter:ca. 5-10 Jahre
Lebensraum:kühle, klare Flüsse und Bäche
Geschwindigkeit:ca. 10 km/h

Die Bachforelle ist eine in Europa weit verbreitete Süßwasserfischart, die zur Familie der Lachsfische (Salmonidae) gehört. Sie bevorzugt kühle, klare und sauerstoffreiche Gewässer wie Bäche, Flüsse und Seen. Die Bachforelle ist bekannt für ihre markante Färbung, die von goldbraun bis olivgrün variiert, mit roten und schwarzen Flecken, die entlang der Seiten verteilt sind.

Bachforellen sind standorttreue Fische, die oft ihr gesamtes Leben in einem einzigen Gewässerabschnitt verbringen. Sie ernähren sich von einer Vielzahl von Beutetieren, darunter Insekten, Krebstiere, kleine Fische und Würmer. Ihr Jagdverhalten ist sowohl tagsüber als auch nachts aktiv, wobei sie sich in tieferen Gewässern oder unter Überhängen verstecken und auf vorbeischwimmende Beute lauern.

Die Fortpflanzung der Bachforelle findet im Herbst und frühen Winter statt, wenn die Weibchen Kiesbetten in flachen Gewässern aufgraben, um dort ihre Eier abzulegen. Die Männchen befruchten die Eier, und die Jungfische schlüpfen nach mehreren Wochen. Bachforellen sind wichtige Indikatoren für die Gesundheit eines Gewässers, da sie empfindlich auf Verschmutzungen und Veränderungen in der Wasserqualität reagieren. Sie sind auch beliebte Fische bei Anglern, sowohl wegen ihrer Schönheit als auch wegen ihrer herausfordernden Fangbarkeit.

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