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QR-Home Thema: Tiere Afrikas
Gepard

Die flinken Pfoten von Lwazi

Ich heiße Lwazi, was in der Sprache meiner Menschenfreunde „der Wissende“ bedeutet. Sie haben mir diesen Namen gegeben, weil ich angeblich immer Augen und Ohren weit offen halte – was bei uns Gepardinnen allerdings das pure Überleben sichert. Ich lebe hier in der weiten Steppe der Serengeti, wo die goldgelbe Sonne wie ein Feuerball am Himmel steht. Gräser wiegen sich im Wind, und ab und zu flitzt ein schüchternes Erdmännchen zwischen ihnen hindurch. Meine Schwester Sesi und ich haben gerade einen schattigen Platz unter einer Akazie gefunden. Es ist heiß, beinahe 40 Grad, und der Sand unter meinen Pfoten brennt wie glühende Kohlen. Doch ich mag diesen Ort. Er riecht nach Abenteuer.

Während wir ruhen, halte ich die Ohren steif. Es ist wichtig, aufmerksam zu bleiben. Vorhin habe ich den dumpfen Ruf des Löwen gehört. Löwen sind gefährlich für uns Gepardinnen, besonders für Sesi und mich, die wir gerade alt genug sind, um ohne unsere Mutter klarzukommen. Löwen mögen unsere Geschicklichkeit überhaupt nicht, vor allem nicht unsere schnellen Beine, denn sie könnten leicht unsere Beute stehlen. Ich schweife mit meinem Blick über das endlose Grasland. Plötzlich entdecke ich eine kleine Herde Thompson-Gazellen. Ihre zierlichen Beine tragen sie so grazil, dass es fast aussieht, als würden sie über die Gräser tanzen. Mein Herz pocht, denn ich weiß, wir müssen heute jagen, wenn wir nicht hungrig ins Versteck zurückkehren wollen.

„Sesi, siehst du das?“ flüstere ich und nicke in Richtung der Gazellen. Sie hebt den Kopf und ihre gelben Augen glitzern vor Aufregung. Gemeinsam besprechen wir unsere Strategie, denn Jagen ist bei uns Gepardinnen Teamarbeit. Sesi wird von der Seite überraschen, während ich den direkten Lauf übernehme. Langsam, lautlos, schieben wir uns durch das Gras. Der Boden unter meinen Pfoten ist weich, und ich spüre jedes kleine Steinchen und auch die Hitze der Sonne. Dann, plötzlich, gebe ich das Signal. Mit einem gewaltigen Sprung jage ich los. Meine Beine bewegen sich wie ein präzises Uhrwerk; ich bin schnell, so schnell, dass der Wind mir das Fell zerzaust.

Die Gazellen stieben auseinander, ein wildes Durcheinander aus Staub und panischen Rufen. Mein Blick bleibt auf einer jüngeren Gazelle haften, die sich leicht von ihrer Gruppe entfernt hat. Meine Muskeln arbeiten wie Federn, mein Atem geht schnell, aber kontrolliert. Sekunden vergehen wie Schallwellen, als ich die Gazelle mit einem seitlichen Haken erreiche. Ich rechne mit einem letzten Ruck, doch mein Timing war perfekt – sie stolpert und fällt. Schnell greife ich nach der Beute, während Sesi sichert, dass kein Schakal oder ein anderer Dieb in den Schatten lauert. Wir schaffen es, die Gazelle unter die nächste Akazie zu ziehen, bevor überhaupt ein Geier uns entdeckt hat. Mein Herz schwillt vor Stolz; diese Mahlzeit bedeutet, dass wir einen weiteren Tag in dieser rauen, aber wunderschönen Welt überleben.

Wusstest du?

Geparden sind die schnellsten Landtiere der Welt und können in nur drei Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen – das ist schneller als die meisten Sportwagen!

Fakten und Daten - Gepard

Name:Gepard
Wissenschaftlicher Name:Acinonyx jubatus
Gewicht:40-65 kg
Maße:1.1-1.5 m Länge
Lebensalter:Bis 12 Jahre
Lebensraum:Savannen, offene Felder
Geschwindigkeit:100 km/h

Der Gepard ist ein elegantes und blitzschnelles Raubtier, das in den offenen Savannen Afrikas lebt. Er ist bekannt als das schnellste Landtier der Welt und kann Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreichen. Geparden haben einen schlanken, muskulösen Körper, lange Beine und eine charakteristische gelbe Fellfarbe mit schwarzen Flecken, die ihnen helfen, sich in der Savanne zu tarnen.

Geparden sind ausgezeichnete Jäger, die ihre Beute durch blitzschnelle Sprints über kurze Distanzen fangen. Sie jagen hauptsächlich Antilopen, Gazellen und andere kleine bis mittelgroße Säugetiere. Im Gegensatz zu anderen großen Raubkatzen sind Geparden tagsüber aktiv, was ihnen hilft, Konkurrenz mit nachtaktiven Jägern wie Löwen und Hyänen zu vermeiden. Nach der Jagd ziehen sie ihre Beute oft in den Schatten, um sie vor anderen Raubtieren zu schützen.

Geparden leben in kleinen Familiengruppen oder allein. Weibchen ziehen ihre Jungen alleine groß, während männliche Geparden oft in kleinen Gruppen bleiben, die aus Brüdern bestehen. Trotz ihrer beeindruckenden Geschwindigkeit sind Geparden durch Lebensraumverlust, Wilderei und Konflikte mit Menschen bedroht. Der Schutz ihrer Lebensräume und die Erhaltung von Beutetierpopulationen sind entscheidend, um das Überleben dieser faszinierenden und einzigartigen Raubkatzen zu sichern.

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