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QR-Home Thema: Ozean
Seepferdchen

Abenteuer unter den Seegraswogen

Hallo, mein Name ist Percival, und ich bin ein Seepferdchen. Genauer gesagt, ein Großes Breitfuß-Seepferdchen – Hippocampus kelloggi, falls du's ganz genau wissen magst. Ich lebe in einer warmen, trägen Lagune, an der sich die Seegraswiesen wie ein grüner Teppich ausbreiten. Das Seegras ist mein Zuhause. Hier kann ich mich gut verstecken, wenn ein großer hungriger Fisch vorbeikommt – Schnapper und Barrakudas mögen Seepferdchen nämlich wirklich gern zum Abendessen. Aber keine Sorge, ich bin meisterhaft darin, die Farbe meines Körpers zu ändern und still zu bleiben. Manchmal bin ich mir selber gar nicht sicher, ob ich ein Seegraswedel oder tatsächlich Percival bin!

Obwohl ich ein eher ruhiger Geselle bin und kein besonders guter Schwimmer, erlebe ich oft spannende Abenteuer. Weißt du, mit meiner aufrechten Haltung und meiner Schwanz-Taktik kann ich mich an Seile aus Seegras und Korallen klammern und selbst die stärksten Strömungen überstehen. Mein Tag beginnt, wenn die Sonne durch das Wasser bricht und alles funkelnd schillert. Im Schutz der Seegraswiesen treffe ich meine Freunde – Flötenfische, Blaukrabben und Clownfische. Aber mein liebster Kumpel ist Sebastian, ein schüchterner Pfeilfisch. Wir machen alles zusammen, na ja, meistens. Manchmal traut sich Sebastian nämlich nicht allzu viel. Heute will ich ihm zeigen, dass selbst die größten Ängste überwunden werden können, wenn man nur mutig bleibt.

Unser Ziel? Eine Expedition zur Korallenburg! Sie liegt weit entfernt am Rand der Lagune, dort, wo das warme Wasser sich langsam mit kalten Strömungen vermischt. Die Korallenburg ist berühmtes Terrain – ein bunt schimmernder Ort voller exotischer Lebensformen. Aber dorthin zu reisen ist nicht ganz ungefährlich. Große Raubfische streifen dort herum und die Strömung ist viel stärker als hier in den ruhigen Tiefen der Seegraswiesen. Sebastian hat große Angst vor den unvorhersehbaren Maschinen-Schatten, die manchmal von oben über uns ziehen. Menschen nennen sie ’Boote’. Ich habe gelernt, dass sie uns oft nicht einmal bemerken – ihre Augen schauen immer nur nach oben. Es sind die leisen Strömungen und die hungrigen Räuber, vor denen wir uns fürchten sollten.

„Percival, ich... ich weiß nicht, ob ich mitkommen kann“, piepst Sebastian und versteckt sich hinter einer Alge. Sein schmaler Körper zittert. „Warum willst du da unbedingt hin? Können wir nicht hierbleiben, wo es sicher ist?“ Es tut mir leid, ihn so zu sehen, aber heute möchte ich ihm zeigen, wie viel er schaffen kann, wenn er nur über seinen Schatten springt. „Du weißt doch, Sebastian... Die Korallenburg ist so etwas wie der Diamant des Ozeans. Perfekt und faszinierend! Und auf dem Weg dorthin erlebst du Dinge, die du sonst nie sehen wirst. Ich helfe dir, das verspreche ich!“ Mit einem Seepferdchenlächeln strecke ich ihm meine winzige Flossenspitze hin. „Gemeinsam schaffen wir das!“

„Okay“, murmelt Sebastian und schlingt seinen langen Körper klammend um einen Seegrasstängel. „Aber nur, wenn wir vorsichtig sind. Kein Heldenmut, okay?“ Ich antworte mit einem Augenzwinkern. Gemeinsam schaukeln wir langsam durch die Teppiche aus Tang und Seegras, immer die nächsten sicheren Punkte im Blick. Seepferdchen wie ich bewegen sich nicht besonders schnell, also dauert die Reise – und sie ist nicht ohne Herausforderungen. Einmal müssen wir uns vor einem großen Zackenbarsch verstecken, dessen gewaltige Zähne blitzend im Wasser für Schrecken sorgen. Aber Stück für Stück kommen wir weiter, und Sebastians ängstliche Haltung beginnt sich langsam zu lockern. Er schafft es sogar, kurz vor der Korallenburg allein eine Gruppe fluoreszierender Schalentiere zu durchqueren. „Du bist mutig, Sebastian“, sage ich ihm am Ende unserer Reise, als wir vor den schimmernden Farben stehen. „Siehst du? Es ist okay, auch mal Angst zu haben. Aber man findet manchmal Schönes, wenn man über diese Angst hinweg geht.“ Sebastian lächelt und wir tauchen ein in die geheimnisvolle Welt der Korallen.

Wusstest du schon? Seepferdchen sind eines der wenigen Tiere, bei denen die Männchen schwanger werden. Sie tragen die Eier in einer speziellen Bauchtasche aus und bringen die Jungtiere zur Welt!

Fakten und Daten - Seepferdchen

Name:Seepferdchen
Wissenschaftlicher Name:Hippocampus
Gewicht:keine Angabe
Maße:zwischen 1,5 und 30
Lebensalter:1 - 5 Jahre
Lebensraum:Seepferdchen bewohnen tropische und gemäßigte Meere weltweit, von den Korallenriffen des Indopazifiks bis zu den Seegraswiesen der Karibik. Sie bevorzugen flache Küstengewässer mit reichlich Deckung.
Geschwindigkeit:1,5 Meter pro Stunde

Seepferdchen, Mitglieder der Seenadel-Familie, sind für ihre vertikale Haltung und die einzigartige Tatsache bekannt, dass die Männchen die Jungen austragen. Sie leben in warmen, flachen Gewässern weltweit und haben einen pferdeähnlichen Kopf sowie einen durch Knochenplatten gepanzerten Körper.

Diese Tiere bewegen sich mit kleinen Rückenflossen durchs Wasser und nutzen ihre präzisen Schnauzen, um kleine Krebstiere und Plankton zu fangen. Ihre unabhängig bewegbaren Augen helfen ihnen bei der Jagd. Besonders bemerkenswert ist, dass Seepferdchen-Männchen die Eier in einem Brutbeutel tragen und pflegen, bis die Jungtiere schlüpfen.

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