Hallo, ich bin Kazu! Ein stolzer männlicher Shiba Inu mit rostrotem Fell, das in der Morgensonne fast wie Feuer leuchtet. Mein Zuhause ist ein kleines Bergdorf in Japan, umgeben von dichten Wäldern und klaren Flüssen. Hier kennt jedes Reh meinen Namen, jedes Eichhörnchen meinen Duft. Eines Morgens, als der Nebel noch wie eine warme Decke über dem Tal lag, weckte mich dieses unbestimmte Jucken in meinen Pfoten. Es war nicht bloß das Verlangen, zu laufen – oh nein! Mein inneres Feuer wollte mich auf ein großes Abenteuer schicken. Also streckte ich mich, schüttelte die Kälte der Nacht aus meinem Fell und stand bereit, die Welt zu erkunden.
Mein bester Freund, ein neugieriger Rotkehlspitz namens Jinpe, wartete schon auf mich. „Kazu, heute wirst du staunen!“, piepste er aufgeregt. Sein kleiner Schwungflug brachte ihn direkt auf meinen Rücken. „Was hast du diesmal herausgefunden?“ fragte ich, meine Stimme fast ein Knurren vor Neugier. Jinpe erzählte von einer uralten Lichtung tief im Wald, wo angeblich ein Wettkampf unter Tieren abgehalten wurde. Teilnahme? Offen für jeden mit genug Mut und Geschick. Die Beute? Ruhm – und frische Leckereien, die Menschen aus der Nähe angeblich liegen gelassen hatten. Also trottete ich los, unter den Kiefern hindurch, meiner Nase und Jinpes flatternden Anweisungen folgend.
Die Lichtung war verzaubert. Sonnenstrahlen brachen durch das Blätterdach, erleuchteten Moos und Farn in goldenem Licht. Und tatsächlich, alle möglichen Tiere waren schon da: ein listiger Fuchs mit leuchtendem Fell, ein paar flinke Hasen, sogar ein Waschbär, der etwas verschlafen wirkte. "Neuankömmlinge!", rief der graue Kranich, der offenbar Schiedsrichter war. Ich legte mich hin, mit meinem Schwanz ordentlich über meine Pfoten gerollt. Doch innerlich kochte meine Wettkampflust. Der Wettbewerb bestand aus drei Herausforderungen: Geschick, Geduld und Schnelligkeit. Meine Ohren zuckten vor Begeisterung, als ich meinen Namen auf der Teilnehmerliste hörte.
Die erste Runde testete Geschicklichkeit. Ein alter Ast, dünn wie ein Bambusstab, sollte überquert werden. Er hing über einem kleinen Fluss – wackelig war gar kein Ausdruck! Mein Gleichgewichtssinn, so gut trainiert durch stundenlanges Erkunden der Felsen meines Reviers, half mir. Ein paar elegante Schritte, und schon war ich drüben – ganz anders als der Waschbär, der kläglich ins Wasser plumpste. Jinpe pfiff anerkennend aus den Zweigen. Meine Schweifspitze zuckte zufrieden. Die zweite Prüfung war Geduld: ein Wett-Sitz-Starren mit dem Fuchs. Wer zuerst blinzelte, verlor. Mein Blick war scharf und konzentriert, meine Ohren blieben ruhig zurückgelegt. Auch wenn mein Muskeltonus mich fast verriet, schätzte ich die Situation richtig ein – und gewann den nervenzerreißenden Test knapp.
Aber die finale Runde war die schwerste. Ein Vogel, ein blitzschneller Schwarzspecht, legte die Strecke fest. Sie führte durch dichte Büsche, über Baumstämme und enge Pfade. Eine reine Hetzjagd! Als der Startpfiff erklang, sprang ich mit voller Kraft voran, meine Muskeln spielten unter dem dichten Fell. Die Luft wurde kühler, je weiter wir liefen. Bloß mein schwer atmender Atem und das leise Trommeln von Pfoten und Krallen begleiteten mich. Mein Herz schlug wie ein Trommelwirbel, als ich die Ziellinie sah. Mit einem letzten Sprung, voller Energie und Feuer, kam ich nach vorn – und holte den Sieg.
Auf dem Heimweg, erschöpft und doch zufrieden, erzählte ich Jinpe, wie stolz ich war. Nicht nur auf den Sieg, sondern auf das, was der Wald mir immer wieder lehrte: die Schönheit des Spiels, die Fairness im Wettbewerb und den besonderen Wert von Freundschaft. Die frische Brise streichelte mein Gesicht, als die Sonne hinter den Bergen verschwand. Und ich, Kazu, drehte noch einmal meinen Kopf zurück zur Lichtung, als Antwort auf den Ruf des Waldes: ein energischer, glücklicher Beller.
Der Shiba Inu ist eine der ältesten und ursprünglichsten Hunderassen der Welt. Ursprünglich wurde er in Japan für die Jagd auf Kleinwild in den Bergen gezüchtet und ist bekannt für seine bemerkenswerte Eigenständigkeit und sein starkes Territorialverhalten!
| Name: | Shiba Inu |
| Wissenschaftlicher Name: | Canis lupus familiaris |
| Gewicht: | 8-11 kg |
| Maße: | 35-43 cm |
| Lebensalter: | 12-15 Jahre |
| Lebensraum: | Domestiziert, ursprünglich aus Japan |
| Geschwindigkeit: | 20-25 km/h |
Der Shiba Inu ist eine der ältesten und kleinsten Hunderassen aus Japan. Ursprünglich wurde er für die Jagd auf Kleinwild und Vögel gezüchtet. Diese Rasse ist bekannt für ihre Wachsamkeit, Agilität und einen unabhängigen Charakter. Shiba Inus sind sehr intelligent und benötigen eine konsequente Erziehung, um ihr Potenzial voll auszuschöpfen.
Die Rasse hat ein charakteristisches Aussehen mit einem fuchsartigen Gesicht, aufrechten Ohren und einer gekringelten Rute. Ihr Fell ist dicht und wetterfest, was sie gut an verschiedene Klimazonen anpasst. Shiba Inus sind bekannt für ihre Reinlichkeit und neigen dazu, sich wie Katzen zu putzen. Sie sind auch dafür bekannt, dass sie nicht viel bellen, aber wenn sie es tun, haben sie einen markanten, schrillen Ton.
Interessanterweise sind Shiba Inus sehr territorial und können Fremden gegenüber reserviert sein, aber sie sind ihren Familien gegenüber äußerst loyal. Aufgrund ihrer unabhängigen Natur können sie manchmal stur sein, was das Training herausfordernd macht, aber mit Geduld und positiver Verstärkung können sie gut erzogen werden.