Juhu, ich bin Priya, die schillerndste Pfauendame in unserem kleinen Wald am Rande des Dschungels. Mein Zuhause befindet sich in einer warmen und frischen Gegend, wo Mangobäume ihre saftigen Früchte hängen lassen und Bambus mit seinen kräftigen Halmen Wände und Wege bildet. Ich liebe die Morgensonne, wie sie meine Federn funkeln lässt, und den Duft von blühenden Jasminsträuchern. Hier tummeln sich nicht nur wir Pfaue, sondern auch scheue Rehe, neugierige Streifenhörnchen und freche Mungos. Doch heute Morgen spürte ich ein Kribbeln in meinen Federn – etwas Besonderes lag in der Luft.
Ich trippelte los und hielt Ausschau nach meinen Freunden. Auf meinem Weg durch das Gras erspähte ich Biju, das quirlige Mungo-Mädchen, die gerade versuchte, eine besonders große Walnuss zu knacken. „Priya!“ rief sie, „Willst du mit mir in den Glitzerwald gehen? Ich habe gehört, dort gibt es etwas unglaublich Schönes!“ Der Glitzerwald—ein mysteriöser Ort auf der anderen Seite unseres Waldes, der seinen Namen von funkelnden Blättern und unwiderstehlichen Lichtern erhalten hatte. Die älteren Tiere erzählten oft, er sei voller Rätsel und Geheimnisse. „Das klingt spannend, aber ist das nicht gefährlich?“ fragte ich, dennoch neugierig. Biju zuckte sorglos mit ihren kleinen Schultern. „Nur Mut! Das Abenteuer ruft!“
Zusammen machten wir uns auf den Weg, vorbei an sprudelnden Wasserbächen und rankenden Lianen. Die sengende Sonne erwärmte unsere Pfade, doch die kühle Brise brachte uns Erleichterung. Nach einer Weile trafen wir auf Ravi, den sanften Schmetterlingsfisch aus einem nahegelegenen Teich. „Guten Tag, Reisende!“ winkte er uns zu. „Ihr betretet ein Gebiet, das nicht oft geachtet wird. Habt Acht auf die Leoparden aus südlicheren Gebieten; sie besuchen manchmal diesen Teil des Waldes.“ Ich sträubte instinktiv meine leuchtenden Federn. Leoparden? Ich wusste, dass wir Pfaue für diese Katzen eine begehrte Mahlzeit sind – wie sollte ich also meine Neugier stillen und gleichzeitig in Sicherheit gelangen?
Wir beschlossen, besonders vorsichtig zu sein. Als wir in den Glitzerwald stapften, umfing uns ein prächtiges Farbenspiel—Strahlen von Licht durchbrachen das dichte Blätterdach, und die Baumstämme schimmerten, als wären sie mit silbernem Staub bestreut. Staunend trat ich näher, erkundete die rosa unterlegten Orchideen, die an den Bäumen wuchsen, und das geheimnisvolle Zwitschern oben im Geäst. Doch da hörte ich ein Knacken hinter uns. War das ein Leopard? Mein Herz raste! „Schnell, zu den hohen Ästen!“ flüsterte Biju, und wir huschten hinter einen Baum. Doch kein Räuber erschien – stattdessen war es nur die sanft grunzende Stimme von Taya, dem Languren. „Habt keine Angst! Hier sind Leoparden längst abgezogen. Der Glitzerwald bewahrt nur die, die ihn respektieren!“
Taya erzählte uns, das Geheimnis des Waldes liege in seinem Schutz durch die Tiere. Sie nutzten ihre Instinkte, um das Gleichgewicht zu bewahren. Wir bewunderten eine alte Lichtung, die wohl eine Sammelstelle für die Waldbewohner war, bis zum Horizont voller Nahrung und Ruhe. Zurückgekehrt zu meinem Nest ging mir auf: Der Glitzerwald war nicht bloß ein Ort voller Schönheit, sondern ein lebendiger Teil unserer Welt—alles steht miteinander im Einklang. Ich verstand nun wirklich, wie wichtig es ist, unsere Heimat zu bewahren und die Wunder achtsam zu entdecken. Abenteuer warten überall, doch der Respekt vor der Umgebung macht sie wahrhaft magisch.
| Name: | Pfau |
| Wissenschaftlicher Name: | Pavo cristatus |
| Gewicht: | ca. 4-6 kg |
| Maße: | ca. 100-115 cm lang, Schwanzlänge bis zu 150 cm, Flügelspannweite ca. 140-160 cm |
| Lebensalter: | ca. 15-20 Jahre |
| Lebensraum: | Wälder, offene Landschaften, Parks |
| Geschwindigkeit: | ca. 16 km/h zu Fuß |
Der Pfau ist ein auffälliger und majestätischer Vogel, der für seine prächtigen, bunten Schwanzfedern bekannt ist. Diese Federn, die bei Männchen während der Balzzeit zu einem beeindruckenden Rad aufgespannt werden, sind mit auffälligen Augenflecken verziert und schimmern in metallischen Blau-, Grün- und Goldtönen. Es gibt drei Hauptarten von Pfauen: den Indischen Pfau, den Grünen Pfau und den Kongopfau, wobei der Indische Pfau der bekannteste und weitverbreitetste ist.
Pfauen leben in offenen Wäldern, Dschungeln und Graslandschaften in Asien und Afrika. Sie sind Allesfresser und ernähren sich von einer Vielzahl von Nahrungsmitteln, darunter Samen, Früchte, Insekten und kleine Wirbeltiere. Pfauen verbringen viel Zeit am Boden, wo sie nach Nahrung suchen, können aber auch auf Bäume fliegen, um zu schlafen oder sich vor Raubtieren zu schützen.
Während der Balzzeit stellen die Männchen ihre prachtvollen Schwanzfedern zur Schau, um Weibchen zu beeindrucken. Sie führen einen aufwendigen Tanz auf und schütteln ihre Federn, um die Aufmerksamkeit der Weibchen auf sich zu ziehen. Die Weibchen, auch Pfauenhennen genannt, sind weniger farbenfroh und haben ein unscheinbares braunes Gefieder, das ihnen hilft, sich zu tarnen. Nach der Paarung legt das Weibchen mehrere Eier in ein gut verstecktes Nest am Boden, das sie etwa vier Wochen lang bebrütet. Pfauen sind nicht nur wegen ihrer Schönheit, sondern auch wegen ihres kulturellen und symbolischen Werts in vielen Kulturen auf der ganzen Welt geschätzt.