Hallo! Ich heiße Flapser und ich bin ein Adeliepinguin. Ich lebe dort, wo es bitterkalt ist – in der Antarktis. Unsere Welt ist weiß, schimmernd und voller Abenteuer! Die riesigen Eisberge glitzern unter der Sonne, doch das Wasser, brrr... das ist eisig! Aber für uns Pinguine ist das nicht schlimm. Tatsächlich liebe ich das Wasser mehr als alles andere! Noch mehr als die leckeren Krillhappen, die wir oft jagen. Weißt du, Krill sind winzige Tierchen, die in Schwärmen unter dem Eis schwimmen. Mmmh, einfach köstlich! Doch heute stehe ich hier auf der Eisfläche und starre aufs Meer, anstatt hineinzuspringen. Warum? Na ja, ich muss dir etwas gestehen: Ich habe Angst. Angst vor einer Sache, die da draußen lauern könnte – dem Seeleoparden.
Der Seeleopard ist riesig. Mit seinem langen Körper und den mächtigen Zähnen ist er ein gefährlicher Jäger. Er lebt hier im kalten Wasser und lauert manchmal auf uns Pinguine. Für uns gibt es drei Regeln, um sicher zu bleiben: immer in der Gruppe schwimmen, flink sein und niemals panisch werden. Aber, kennst du das Gefühl, wenn das Herz so doll klopft, dass du gar nicht mehr klar denken kannst? Genau so fühlt es sich für mich an, wenn ich daran denke, ins Wasser zu gleiten. „Flapser, du schaffst das schon!“, rufen mir meine Freunde von der Kolonie zu. Und ich nicke, aber meine Füße kleben am Eis wie festgefroren.
Zum Glück habe ich Murray, meinen besten Freund. Murray ist ein dicker, fröhlicher Seebär, der immer einen Witz auf den Lippen hat. Er kam gerade neben mich gehüpft und zeigte auf das Wasser. „Hey, was ist mit dir los, Flapser? Willst du endlich ins Wasser oder auf der Eisfläche Wurzeln schlagen?“ Er lachte, aber als er meinen Gesichtsausdruck sah, wurde er ernst. „Weißt du, Flapser, auch ich hatte mal Angst vor den Seeleoparden. Aber dann hat meine Mama mir etwas gezeigt: Der Trick ist, sich immer auf den nächsten Schwumm zu konzentrieren. Nur den nächsten! Nicht an alles denken, was passieren könnte.“ Ich sah Murray an und dann aufs Glitzern der Wellen. Es klang so einfach, aber konnte das wirklich helfen?
Während ich zögerte, zog Murray eine seiner berühmten Verrücktheiten ab: Er rollte sich um und tat so, als würde er festfrieren! „Hilfe, ein Eisblock hat mich verzaubert! Nur Flapser kann mich retten!“ Seine Albernheit brachte mich zum Lachen, und das Lachen machte etwas Seltsames: Es brach das Zittern in meinen Flossen. Mit einem tiefen Atemzug stellte ich mich an den Rand des Wassers. Im nächsten Moment sprang ich. Das glitzernde Blau umhüllte mich, und es war gar nicht so schlimm, wie ich erwartet hatte – eher, wie nach Hause kommen.
„Du hast es geschafft!“, rief Murray, als ich an die Oberfläche tauchte. Ein Gefühl der Wärme durchströmte mich, trotz des Eises um uns herum. Plötzlich fiel die Anspannung von mir ab, und ich spritzte Wasser auf Murray. Er quietschte und zusammen lachten wir aus vollem Hals. Murray und ich verbrachten den restlichen Tag mit Tauchen, Fische fangen und Wellenreiten. Es war, als hätte ich etwas Neues in mir entdeckt: Mut. Und der fühlte sich so viel besser an als Angst.
Nun, falls du dich wunderst, ob wir einen Seeleoparden gesehen haben: Ja, das haben wir. Aber dieses Mal tat ich genau, was Murray gesagt hatte. Ich blieb in der Gruppe, hielt den Kopf ruhig und schwamm flink davon. Ich wette, der Seeleopard war genauso überrascht wie ich, wie stark und mutig ich geworden bin. Heute stehe ich wieder vorne am Eisrand. Und weißt du was? Jetzt kann ich es gar nicht mehr erwarten, ins Wasser zu springen. Denn da draußen wartet das Leben – und ich bin bereit!
Pinguine können unter Wasser bis zu 10 Minuten die Luft anhalten und dabei Geschwindigkeiten von bis zu 36 km/h erreichen. Das macht sie zu ausgezeichneten Schwimmern – keine andere Vogelart kommt an ihre Unterwasserfähigkeiten heran!
| Name: | Pinguin |
| Wissenschaftlicher Name: | Spheniscidae |
| Gewicht: | bis 40 kg |
| Maße: | 40 bis 120 cm |
| Lebensalter: | 20 Jahre |
| Lebensraum: | An den eisigen Küsten und auf den vereisten Inseln der Antarktis. |
| Geschwindigkeit: | 6 bis 9 km/h |
Pinguine sind flugunfähige Vögel, die hauptsächlich in der südlichen Hemisphäre vorkommen, insbesondere in der Antarktis. Sie sind für ihren schwarz-weißen Körper bekannt, der ihnen hilft, sich vor Raubtieren im Wasser zu tarnen. Pinguine sind hervorragende Schwimmer, deren Flügel sich zu Flossen entwickelt haben, mit denen sie geschickt durch das Wasser navigieren. Diese Vögel ernähren sich von Fisch, Krill und anderen Meereslebewesen, die sie während ihrer Tauchgänge fangen. Pinguine leben kolonial; einige Arten versammeln sich in riesigen Gruppen, um zu brüten und ihre Jungen aufzuziehen. Ihre Fähigkeit, extreme Kälte zu überstehen, wird durch eine dicke Fettschicht und dichtes Gefieder unterstützt, das sie isoliert und im kalten Wasser warm hält.