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QR-Home Thema: Ozean
Krabbe

Unter den Krabbenscheren: Die Geschichte von Clara, der Sandkrabbe

Hallo, ich bin Clara. Ich weiß, das klingt wie ein Menschenname, aber so nennen mich hier am Ufer alle Sandkrabben. Meine Welt? Die fühlt sich an wie ein riesiger Spielplatz, nur dass dieser aus warmem Sand, glitzerndem Wasser und unzähligen Verstecken besteht. Jeden Morgen, wenn die Sonne ihre goldenen Strahlen auf meinen Strand schickt, geht es los: ein Tag voller Abenteuer. Doch heute, heute sollte ein besonderer Tag werden! Normalerweise schiebe ich kleine Sandkörnchen vor mir her, auf der Suche nach Krümeln, die das Meer für mich ausgespuckt hat. Aber ich spürte es – auf meinen kleinen Scherenlagunen würde etwas Großes warten!

Zunächst zog ich vorsichtig eine Linie in den Sand, meine Spur. Ich war auf dem Weg zu einem Felsen, den die Gezeiten halb im Wasser, halb an Land ließen – ein perfekter Ort, um Neues zu entdecken. Doch mitten auf der Strecke hielt ich inne. Etwas bewegte sich! Es war Bruno, ein Einsiedlerkrebs und mein Nachbar. "Clara! Du ziehst heute aber mutige Bahnen," rief er mit seiner typischen Knautschstimme. "Hast du vom Flossenfresser gehört?" Ich schüttelte meinen Panzer verwundert. Der Flossenfresser war nichts, worüber wir Krabben normalerweise sprachen. Doch Bruno erklärte, es hätte ein Fisch in der Lagune auf uns gekreuzt, der angeblich alles verschlang, was kleiner war als er selbst. Oje, das klang nicht gut.

Ich tätschelte mit meiner rechten Schere freundlich seine Panzerung. "Ach, Bruno, du weißt doch, es gibt immer Geschichten, die größer sind als die Wellen", sagte ich und kroch mit sicheren Schritten weiter. Doch ich wäre keine richtige Sandkrabbe, wenn ich nicht trotzdem vorsichtiger wurde. Ein Auge auf die nächste Brandung, das andere auf den Schatten unter mir – ich war alarmiert. Mein Lieblingsfelsen lag jetzt vor mir. Die Flut hatte ihn von der Sonne gewärmt, und ich setzte meine krabbeligen Beinchen schneller in Bewegung. Dort fand ich Muscheln – kleine, große, und sogar eine Bernsteinmuschel – ein echter Schatz für eine kleine Krabbe wie mich!

Plötzlich: Ein Zittern ging durch den Sand. Mein Herz machte einen Satz, und mein Blick suchte hektisch nach dem Verursacher. Ein Schatten huschte über den Meeresboden. "Clara, pass auf!" Brunos Stimme kam von weit her. Der Schatten kam näher. War es … der Flossenfresser? Mein kleines Krabbenhirn arbeitete auf Hochtouren, und ich kroch wie der Blitz in eine Bodenöffnung zwischen den warmen Felsen. Aber die Zeit schien stillzustehen. Ich sah den Schatten, der größer und größer wurde. Dann – ein dunkles Auge, das sich umwandte – ein riesiger Rochen schwebte anmutig über meinen Versteckplatz hinweg. Bruno hatte wieder übertrieben!

Ich atmete auf. Der Rochen suchte friedlich nach kleinen Krebstieren und Garnelen, keineswegs ein Flossenfresser, wie Bruno geprahlt hatte. Vorsichtig trat ich aus meinem Versteck hervor und sah, wie er sanft in die nächste Flutwelle glitt. Ich blickte zurück zu Bruno, dessen Augen neugierig auf mich gerichtet waren. "Du und deine Gruselgeschichten", rief ich lachend und erkannte, dass der wahre Schatz meines Tages nicht die Bernsteinmuschel war. Es war der Mut, meinen Lieblingsplatz zu erreichen – und die Erkenntnis, wie schön unsere Lagune ist. Hier mag die Natur zwar gefährlich sein, aber auch voller Schönheit und Wunder, die entdeckt werden wollen.

Wusstest du schon?

Die Mimikry-Krabbe (Philyra platycheir) tarnt sich, indem sie sich mit Schlamm, Algen oder sogar Anemonen bedeckt. Dadurch bleibt sie nahezu unsichtbar für Feinde – echte Experten der Tarnung!

Fakten und Daten - Krabbe

Name:Krabbe
Wissenschaftlicher Name:Brachyura
Gewicht:ca. 0,1-2 kg
Maße:ca. 5-30 cm Panzerbreite
Lebensalter:ca. 3-15 Jahre
Lebensraum:Meere, Küstengewässer, Flussmündungen
Geschwindigkeit:ca. 1-2 km/h

Krabben sind faszinierende Meerestiere, die in verschiedenen Meeres- und Küstenregionen auf der ganzen Welt leben. Sie gehören zur Klasse der Krebstiere und sind für ihre zehn Beine bekannt, von denen die vorderen beiden oft zu kräftigen Scheren umgebildet sind. Krabben haben einen breiten, flachen Körper, der von einem harten Panzer geschützt wird.

Krabben sind Allesfresser und ernähren sich von Algen, kleinen Fischen, Plankton und organischem Material, das sie am Meeresboden finden. Ihre starken Scheren helfen ihnen, Nahrung zu zerkleinern und sich gegen Feinde zu verteidigen. Viele Krabbenarten sind auch bekannt für ihre Fähigkeit, sich seitwärts zu bewegen, was ihnen ermöglicht, sich schnell in ihre Verstecke zu retten.

Krabben spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem, indem sie zur Reinigung des Meeresbodens beitragen und als Beute für viele größere Meeresbewohner dienen. Einige Krabbenarten, wie die Einsiedlerkrebse, nutzen leere Muschelschalen als Schutz, während andere, wie die Strandkrabben, oft in Gezeitenpools und an Küstenlinien zu finden sind. Trotz ihrer kleinen Größe sind Krabben bemerkenswerte Tiere mit faszinierenden Anpassungen an ihre Lebensweise.

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