Hallo, ich bin Jack – ein neugieriger Blauhäher mit leuchtend blauen Federn und einem treuen Auge für alles, was glitzert. Ich wohne in einem großen Eichenwald im Osten Nordamerikas – genauer gesagt in einer dichten Baumkrone, wo die Sonne durch die Blätter schimmert. Der Morgen begann wie jeder andere: mit einem fröhlichen Glockenruf. Meine Stimme hallte durch die Bäume, meine Art, allen mitzuteilen, dass ich wach und bereit für einen neuen Tag voller Abenteuer bin. Schließlich schlafen die Eicheln nicht!
Heute hatte ich mir eine besonders dicke Eichel gemerkt, die gleich bei meiner Lieblingskiefer lag. Aber als ich dort ankam, war sie weg! Nur ein paar verstreute Krümel lagen noch da, als ob jemand sich darauf erzwungen hätte. Enttäuscht krächzte ich und begann mit meinen Freundschaftspfiffen, vielleicht hatte jemand etwas gesehen. In der Ferne hörte ich ein leises „Tschick-tschick“, das Signal meines besten Freundes Rocky – einem geschwätzigen roten Eichhörnchen. „Jack, da bist du ja!“ rief Rocky, als er von Ast zu Ast gehüpft kam. „Suchst du zufällig Eicheln?“ fragte er. Ich nickte eifrig, worauf er kichernd sprach: „Dann weiß ich, wo wir hinmüssen. Abrams Versteck.“
Abram war ein Kanadischer Rabe – groß, klug und ein Meisterdieb, wenn es um Nüsse geht. Schon oft hatten wir Tiere aus dem Wald genug davon, dass Abram sammelte, was nicht ihm gehörte. Rocky führte mich quer durch den Wald, vorbei an summenden Lichtungen und murmelnden Bächen. Wir begegneten einer Erdkröte, die bedächtig durchs Gras hüpfte, und einem hübschen Kardinal-Pärchen, das eifrig an einem Nest baute. Schließlich blieben wir vor einer knorrigen alten Eiche stehen. „Hier“, flüsterte Rocky, „Abram versteckt sich in der obersten Baumhöhle.“ Ich legte meinen Kopf schräg und horchte aufmerksam. Tatsächlich! Leises Kratzen war zu hören. Ich spannte meine Flügel und flog mit einem lautstarken „Caw!“ los, um Abram zu überraschen.
Als ich oben ankam, sah der große Rabe nicht besonders beeindruckt aus. „Oh, Jack“, sagte Abram lächelnd, „Wenn du etwas willst, musst du es dir verdienen.“ Ich merkte, dass mein energisches Auftreten hier nicht reichte. Also beschloss ich, freundlich zu verhandeln. „Abram“, begann ich, „ich brauche die dicke Eichel von heute Morgen! Ich wette, du hast sie in deinem Versteck.“ Der Rabe musterte mich interessiert. „Nun gut“, krächzte er schließlich, „aber erst hilfst du mir, neue Beeren im D
| Name: | Blauhäher |
| Wissenschaftlicher Name: | Cyanocitta cristata |
| Gewicht: | ca. 70-100 g |
| Maße: | ca. 25-30 cm lang, Flügelspannweite ca. 34-43 cm |
| Lebensalter: | ca. 7-10 Jahre |
| Lebensraum: | Wälder, Parks, Vorstadtgebiete |
| Geschwindigkeit: | ca. 32-40 km/h |
Der Blauhäher, auch bekannt als Blue Jay, ist ein auffälliger und lebhafter Vogel, der in Nordamerika heimisch ist. Er ist leicht an seinem leuchtend blauen Gefieder, dem weißen Bauch und den schwarzen Streifen und Flecken zu erkennen. Der Blauhäher hat einen markanten, aufrichtbaren Kamm auf dem Kopf, der je nach Stimmung des Vogels angelegt oder aufgestellt wird.
Blauhäher leben in Wäldern, Parks und Gärten, wo sie sich von einer Vielzahl von Nahrungsmitteln ernähren. Sie sind Allesfresser und fressen Insekten, Nüsse, Samen, Früchte und gelegentlich kleine Wirbeltiere. Blauhäher sind auch dafür bekannt, dass sie Eier und Jungvögel anderer Vogelarten fressen. Sie haben kräftige Schnäbel, mit denen sie Nahrung aufbrechen und bearbeiten können.
Blauhäher sind intelligente und soziale Vögel, die oft in Familiengruppen oder kleinen Schwärmen leben. Sie sind bekannt für ihre lauten, scharfen Rufe, die sie zur Kommunikation und zur Warnung vor Gefahren verwenden. Blauhäher bauen ihre Nester in Bäumen und Sträuchern, wobei das Weibchen mehrere Eier legt und diese etwa zwei Wochen lang bebrütet. Beide Elternteile kümmern sich um die Fütterung der Jungvögel. Blauhäher spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem, indem sie zur Verbreitung von Samen beitragen und als Räuber zur Kontrolle von Insektenpopulationen dienen.