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QR-Home Thema: Waldtiere
Baummarder

Der große Sprung von Mardalin

Hallo! Mein Name ist Mardalin, und ich bin ein Baummarder. Ich wohne tief im Wald, wo die Luft frisch ist und die Bäume so hoch, dass sie fast den Himmel berühren. Zwischen den Ästen fühle ich mich am sichersten. Das ist mein Zuhause, und ich kenne jeden geheimen Pfad, jeden verborgenen Winkel. Aber lasst mich euch von einem besonderen Tag erzählen, der alles ein bisschen anders gemacht hat.

Es war ein kühler Herbstmorgen, und der Duft von feuchtem Moos hing in der Luft. Hinter einer dicken Buche blitzte mein Freund Rin, die kleine Waldmaus, mit ihren schwarzen Knopfaugen hervor. "Mardalin, komm schnell! Ich habe etwas Unglaubliches gesehen!", piepste sie. Neugierig sprang ich von Ast zu Ast, bis ich neben ihr landete. Rin deutete mit ihrem winzigen Pfötchen auf den Boden. Dort lag ein großer, glänzender Pilz. Er schien makellos – und ganz anders als die Pilze, die ich bisher gekostet hatte. Doch bevor ich ihn genauer betrachten konnte, hörte ich das ferne Knacken von Ästen. Und dieses Geräusch versprach nichts Gutes.

Sofort spannte sich mein Körper wie ein straffer Bogen. Füchse! Ich wusste, dass sie um diese Zeit besonders aktiv sind. Ihre scharfen Sinne und schnellen Beine machen sie zu gefährlichen Jägern für kleine Tiere wie mich. "Rin, zurück in deinen Bau!", flüsterte ich, während ich mich auf einen Ast hinaufschwang. Doch es schien, als hätten die Füchse mich bereits gewittert. Ich hörte ihre Pfoten, die raschelnde Blätter hinterließen. Ein Adrenalinstoß durchfuhr mich, aber Flucht ist für uns Baummarder mehr als nur Rennen – es ist ein Tanz zwischen Ästen, voller Sprünge und geschmeidiger Bewegungen. Es war Zeit, all mein Geschick einzusetzen.

Ein Satz nach oben, ein schnelles Wenden nach rechts – ich fühlte den Luftstoß hinter mir, als der größere der beiden Füchse gegen den Baum sprang. Ihre Lust zu jagen machte sie hartnäckig. Aber als Baummarder habe ich einen Vorteil: Während Füchse am Boden bleiben müssen, kenne ich die Wege im Blätterdach. Ich führte sie weiter weg von Rin und näher zur alten Eiche, die ich „Riesenbaum“ nenne. Mein Herz pochte wild, aber meine Pfoten fanden instinktiv sicheren Halt. Endlich, nach einer gefühlten Ewigkeit, ließ der Knacksen der Äste nach, und ich hörte die Füchse Richtung Boden verschwinden. Ein tiefer Atemzug – ich hatte es geschafft.

Als ich schließlich zurück zu Rin kehrte, strahlte sie mich voller Bewunderung an. "Du bist wirklich unglaublich, Mardalin", sagte sie. Ich konnte nicht anders als lächeln. Doch der große glänzende Pilz? Nun ja, der war eine Täuschung – für uns Baummarder völlig ungenießbar! Aber... nicht alles im Wald ist immer das, was es zu sein scheint. Manchmal sind die Herausforderungen weniger offensichtlich; manchmal lernt man nur durch Erfahrung. Doch in diesem Wald, umgeben von all den Farben und Geräuschen der Natur, muss ich gestehen, dass ich mich lebendig fühle wie nirgendwo sonst.

Wusstest du schon? Baummarder können bis zu 20 Jahre alt werden – das ist ziemlich alt für ein Tier in der Wildnis!

Fakten und Daten - Baummarder

Name:Baummarder
Wissenschaftlicher Name:Martes martes
Gewicht:ca. 0,8-1,8 kg
Maße:ca. 45-58 cm, Schwanzlänge ca. 16-28 cm
Lebensalter:ca. 10-15 Jahre
Lebensraum:Wälder, insbesondere Misch- und Nadelwälder
Geschwindigkeit:ca. 30 km/h

Der Baummarder, auch als Edelmarder bekannt, gehört zur Familie der Marder (Mustelidae) und ist in Europa und Teilen Asiens verbreitet. Er ist ein geschickter Kletterer und lebt hauptsächlich in Wäldern, wo er sowohl in Bäumen als auch am Boden nach Nahrung sucht. Der Baummarder hat einen schlanken Körper, einen langen buschigen Schwanz und ein dichtes, glänzendes Fell, das in der Regel dunkelbraun bis schwarz ist.

Baummarder sind Allesfresser und ihre Ernährung variiert je nach Jahreszeit. Sie fressen kleine Säugetiere, Vögel, Insekten, Früchte und Beeren. Ihre Fähigkeit, sowohl am Boden als auch in den Bäumen zu jagen, macht sie zu vielseitigen und erfolgreichen Raubtieren. Baummarder sind bekannt für ihre Geschicklichkeit und Schnelligkeit, die ihnen helfen, Beute zu fangen und Raubtieren zu entkommen.

Der Baummarder baut seine Nester, auch als Kobel bezeichnet, in hohlen Bäumen oder verlassenen Vogelnestern. Diese Nester bieten Schutz und einen sicheren Platz zur Aufzucht der Jungen. Baummarder sind Einzelgänger und sehr territorial. Sie markieren ihr Revier mit Duftdrüsen, um andere Marder fernzuhalten. Trotz ihrer scheuen Natur spielen Baummarder eine wichtige Rolle im Ökosystem, indem sie zur Kontrolle der Populationen kleiner Säugetiere und Insekten beitragen und zur Verbreitung von Samen durch ihre Ernährung beitragen.

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