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QR-Home Thema: Waldtiere
Igel

Das Geheimnis des alten Holzhaufens

Mein Name ist Stacheldine. Ich bin eine Igeldame mit einem weichen Bauch, einer empfindlichen Schnauze und natürlich meiner prächtigen Stachelrobe. Mein Zuhause liegt am Rande einer kleinen Wildblumenwiese, die von dichten Hecken umgeben ist. Manchmal ragen die Zweige von einem Haselstrauch über den Steinrand hinaus. Bei Sonnenschein funkeln kleine Regentropfen darauf wie Diamanten – ein herrlicher Anblick! Hier, zwischen Brombeerhecken, Grashalmen und Moos, lebe ich, zusammen mit einigen Nachbarn: dem mürrischen Herrn Krähe und der geschäftigen Frau Spitzmaus. An einem kühlen Herbstabend, als die Blätter langsam bunter wurden und der Boden nach feuchtem Laub duftete, begann meine Geschichte. Es war spät, und ich schlich wie immer auf meinen leisen Pfoten durch das Unterholz, auf der Suche nach einem kleinen Snack. Hier eine dicke Schnecke, dort ein ahnungsloser Regenwurm – das Leben ist ein Fest für einen Igel! Doch als ich an einem alten Holzhaufen vorüberkam, den die Menschen vor Monaten dort gestapelt hatten, blieb ich wie angewurzelt stehen. Ein fremdes Geräusch! Es klang wie ein leichtes Kratzen und Klopfen. Mein Herz schlug schneller. Wer war da? Ich beschloss, Nachforschungen anzustellen. Doch vorsichtig, versteht sich. Gefahren lauern überall, besonders für ein kleines Wesen wie mich. Streift ein hungriger Fuchs umher? Oder schleicht etwa ein Waldkauz leise über mir? Mit zitternder Schnauze kroch ich näher an den Holzstapel heran. Das Geräusch wiederholte sich, diesmal deutlicher – als würde jemand aus dem Inneren der Hölzer ein geheimes Zeichen senden. Mutig tippelte ich mit den Pfoten durch das dichte Laub, das unter meinen Schritten raschelte. Die Holzbalken wirkten alt und verwittert, und in den Ritzen zogen sich kleine Spinnenfäden. In einem Spalt entdeckte ich schließlich etwas Merkwürdiges: eine glänzende Eichel, die so gar nicht dahinpasste. Sie war viel zu groß für Eichhörnchen und sicher nicht von alleine hierhergerollt. „Eine Botschaft der Eiche?“ murmelte ich zu mir selbst und schnüffelte daran. Hinter mir erklang plötzlich eine leise Stimme: „Es ist ein Rätsel!“ Ich fuhr herum und blickte Herrn Dachs entgegen, der mich neugierig ansah. Sein pelziger Schnauzbart bewegte sich leicht, während er grinste. „Ein Rätsel?“ fragte ich erstaunt und fühlte mich gleichzeitig ertappt. Herr Dachs nickte. „Schon seit Wochen versuche ich herauszufinden, wer diese glänzenden Eicheln hierherbringt. Und warum. Vielleicht kannst du mir helfen?“ Seine kleinen, schwarzen Augen funkelten im Dämmerlicht. Plötzlich fühlte ich mich wie eine Detektivin. „Vielleicht sind es die Eichhörnchen?“ mutmaßte ich. Doch Herr Dachs schüttelte den Kopf. „Nein, die haben es lieber auf die versteckten Nüsse im Laub abgesehen.“ Also begannen wir zusammen zu suchen. Herr Dachs wühlte geduldig in der Erde, während ich in den Spalten des Holzes stöberte. Schließlich fanden wir einen weiteren Hinweis: einen schmalen, länglichen Abdruck im weichen Boden – die Spur einer Pfote. „Das muss ein Marder gewesen sein!“ rief ich, und Herr Dachs nickte zustimmend. „Aber warum? Marder haben doch keine Eicheln nötig.“ Das Rätsel wurde immer spannender. Unter den Holzbalken klemmte ein weiterer Fund: ein gelbes Blatt, das sorgfältig eingerollt wurde. Mit einem kühnen Schnauzenstoß entrollte ich das Blatt, und darunter kam ein besonders dicker Käfer zum Vorschein. Endlich verstand ich: Der Marder hatte all dies nicht für sich gesammelt, sondern für seinen Nachwuchs. „Ein Vorrat für den Winter!“ stellte ich fest und lächelte. Gemeinsam bauten wir alles behutsam wieder zurück. Jedes Wesen hat seine Geheimnisse – und seine eigene junge Familie zu ernähren.

Interessanter Fakt:

Wusstest du, dass Igel bis zu 20.000 Stacheln auf ihrem Rücken tragen? Sie erneuern diese Stacheln kontinuierlich über die Jahre, ähnlich wie Säugetiere ihr Fell wechseln.

Fakten und Daten - Igel

Name:Igel
Wissenschaftlicher Name:Erinaceus europaeus
Gewicht:0.5-1.2 kg
Maße:20-30 cm Länge
Lebensalter:Bis 7 Jahre
Lebensraum:Gärten, Wälder
Geschwindigkeit:Langsamer Läufer

Der Igel ist ein kleines, stacheliges Säugetier, das zur Familie der Erinaceidae gehört und in Europa, Asien und Afrika weit verbreitet ist. Der Europäische Igel (Erinaceus europaeus) ist die bekannteste Art in Mitteleuropa. Igel sind leicht an ihren Stacheln zu erkennen, die aus modifizierten Haaren bestehen und ihnen Schutz vor Raubtieren bieten. Der Rest ihres Körpers ist mit weichem Fell bedeckt, und sie haben eine spitze Schnauze und kleine, dunkle Augen.

Igel sind hauptsächlich nachtaktiv und verbringen den Tag in Nestern aus Blättern, Gras und Moos, die sie in Hecken, unter Sträuchern oder in Laubhaufen bauen. Sie sind Allesfresser und ihre Ernährung umfasst Insekten, Würmer, Schnecken, kleine Wirbeltiere sowie Beeren und Früchte. Igel spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem, indem sie Schädlinge kontrollieren und zur natürlichen Schädlingsbekämpfung beitragen.

Im Herbst fressen sich Igel eine Fettschicht an, die ihnen hilft, den Winterschlaf zu überstehen. Während des Winterschlafs sinken ihre Körpertemperatur und ihr Stoffwechsel erheblich, um Energie zu sparen. Igel sind auch bekannt für ihre Fähigkeit, sich zu einer Kugel zusammenzurollen, wenn sie sich bedroht fühlen, wodurch ihre Stacheln einen effektiven Schutz gegen viele Raubtiere bieten. Aufgrund von Habitatverlust und Verkehr sind Igel in einigen Gebieten gefährdet, und Schutzmaßnahmen sind notwendig, um ihre Populationen zu erhalten.

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