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QR-Home Thema: Waldtiere
Reh

Zwischen Baumkronen und Moos: Die Geschichte von Finja

Hallo, ich bin Finja. Ich bin ein Rehkitz, geboren mitten in einem großen, dichten Wald. Hier, zwischen den hohen Buchen und den duftenden Kiefern, ist mein Zuhause. Die Luft ist kühl, so wie sie es im Frühjahr oft ist, wenn die Morgensonne sich durch dichte Nebelschleier ihren Weg bahnt. In der Nähe plätschert ein kleiner Bach, und das feuchte Moos unter meinen Hufen fühlt sich weich an. Mama sagt, ich soll immer nah bei ihr bleiben, weil es hier auch Tiere gibt, vor denen ich mich in Acht nehmen muss, wie den Fuchs oder die große Eule, die manchmal lautlos durch die Nacht gleitet. Aber keine Sorge – die meisten Tiere sind freundlich, und einige haben sogar Geschichten zu erzählen.

In einer dieser Geschichten, die ich gehört habe, spielt mein Freund Wilko eine große Rolle. Wilko ist ein schlauer, alter Fuchs, dessen roter Pelz schon ein wenig verblasst ist. Seine Schnauze ist schlank und spitz, und wenn er lacht – und das tut er oft – blitzen seine scharfen Zähne hervor. Wilko ist ein Eigenbrötler und liebt es, unter dem Buschwerk zu stöbern, aber er weiß auch alles über den Wald. Eines Tages, während Mama ein paar süße Knospen knabberte, flüsterte Wilko mir zu: „Finja, du musst wissen, der Wald ist nicht nur ein Ort, wo man lebt. Er ist voller Geheimnisse. Je mehr du über ihn lernst, desto leichter findest du deinen eigenen Weg.“ Das hat mich neugierig gemacht, und seitdem beobachte ich alles noch viel genauer.

Ein anderes Mal traf ich Luna, die Eule, hoch oben in einer alten Eiche. Sie war neugierig und fragte mich, warum ich immer so vorsichtig herumlaufe. „Rehe sind doch so flink, warum läufst du nicht einfach drauflos?“, sagte sie und blinzelte mich mit ihren goldgelben Augen an. Ich erklärte ihr, dass wir Rehe stets wachsam sein müssen. Schließlich können wir zwar schnell rennen, aber es ist besser, Gefahr gar nicht erst aufkommen zu lassen. Luna nickte verstehend und meinte: „Vielleicht ist das ja gerade das Besondere an dir, Finja. Du achtest auf Dinge, die andere übersehen.“ Das hat mir gefallen – vielleicht hatte sie recht und die Welt braucht eben beides: flinke Füße und kluge Köpfe.

Das aufregendste Abenteuer erlebte ich jedoch, als ich auf einen Igel traf, der mitten auf dem Pfad saß. „Hast du dich verlaufen?“, fragte ich ihn, aber er brummelte nur vor sich hin. Sein Name war Brummel, und er war einer dieser stacheligen Gefährten, der lieber für sich blieb. Aber ich bemerkte, dass er einen verletzten Fuß hatte. Gemeinsam mit Wilko, der zufällig vorbeikam, halfen wir Brummel, ein sicheres Plätzchen unter einem kleinen Strauch zu finden. Wilko wusste, wo es ein paar Heilpflanzen gab, und ich holte ihm frische Wassertröpfchen von jungen Blättern. Brummel sprach nicht viel, aber sein leises „Danke“ war alles, was wir hören mussten, um zu wissen, dass wir das Richtige getan hatten.

Die Tage im Wald sind nie langweilig, und jeden Tag entdecke ich neue Geschichten und Tiere. Manche scheinen so anders zu sein als ich, mit ihren Flügeln oder Krallen, mit ihren ganz eigenen Stimmen und Lebensweisen. Doch je mehr ich beobachte, desto mehr merke ich, dass wir uns trotzdem alle irgendwie ähnlich sind. Wir alle brauchen den Wald, die Bäume, das Wasser und die Stille, um uns sicher zu fühlen. Und genau das macht diesen Ort so besonders – er gehört uns allen. Deshalb passe ich auf meinen Wald auf, so wie ich auch auf Mama, Wilko oder sogar Brummel achtgebe. Vielleicht, wenn du einmal ganz genau in einen Wald hineinhörst, erzählen dir die Tiere dort ihre ganz eigenen Geschichten.

Wusstest du, dass Rehe tagsüber häufiger ruhen und sich meist in der Dämmerung und Nacht auf Nahrungssuche begeben? So vermeiden sie viele ihrer Fressfeinde effektiv.

Fakten und Daten - Reh

Name:Reh
Wissenschaftlicher Name:Capreolus capreolus
Gewicht:20-30 kg
Maße:95-135 cm Länge, 65-75 cm Schulterhöhe
Lebensalter:Bis 10 Jahre
Lebensraum:Wälder, Feldfluren
Geschwindigkeit:60 km/h

Das Reh (Capreolus capreolus) ist ein kleines, elegantes Säugetier, das zur Familie der Hirsche (Cervidae) gehört und in weiten Teilen Europas und Asiens heimisch ist. Rehe sind für ihren schlanken Körperbau, ihre langen Beine und ihre großen, dunklen Augen bekannt, die ihnen ein sanftes und aufmerksames Aussehen verleihen. Männliche Rehe, auch Böcke genannt, tragen ein kleines Geweih, das jährlich abgeworfen und neu gebildet wird.

Rehe bevorzugen Lebensräume mit einer Mischung aus Wäldern, Feldern und Wiesen, wo sie leicht Deckung und Nahrung finden können. Sie sind Pflanzenfresser und ernähren sich hauptsächlich von Gräsern, Kräutern, Blättern, Knospen und Früchten. Ihre Ernährung variiert je nach Jahreszeit, wobei sie im Winter auf Rinde und Triebe ausweichen, wenn andere Nahrungsquellen knapp sind.

Rehe sind scheue und vorsichtige Tiere, die in kleinen Familiengruppen leben. Sie haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten und kommunizieren durch verschiedene Lautäußerungen, Körpersignale und Duftmarkierungen. Während der Paarungszeit, auch Brunft genannt, sind die Böcke besonders aktiv und verteidigen ihr Revier gegen Rivalen. Die Weibchen, auch Ricken genannt, bringen nach einer Tragzeit von etwa 10 Monaten meist ein bis zwei Kitze zur Welt. Rehe spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem, indem sie zur Kontrolle der Vegetation beitragen und als Beute für große Raubtiere dienen.

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