Hallo! Ich bin Fenn das Laubfröschlein und lebe im schönsten Zuhause, das man sich vorstellen kann: dem feuchten Auenwald. Die Luft ist mild, die Sonne schimmert durch Blätter von Erlen und Weiden, und der Boden ist weich und voller Moos. Meine Haut ist so grün wie die Blätter um mich herum – perfekt, um zwischen den Pflanzen zu verschwinden, wenn Gefahr droht. Aber seid bei mir, heute habe ich wirklich Mut gefasst!
Heute Morgen habe ich mir vorgenommen, den großen Teich zu erkunden. Jaaa, ich weiß, das klingt gar nicht außergewöhnlich, aber für mich ist das ein echter Schritt ins Unbekannte! Wusstet ihr, dass Libellen, die über diesen Teich surren, mit ihren schillernden Farben wie Edelsteine wirken? Genau sie wollte ich sehen. Außerdem hatte ich gehört, dass dort ein Schwarm Stichlinge zu Hause ist – vielleicht wären sie bereit, mit mir ein Wettschwimmen zu starten? Macht euch keine Sorge, ich kann gut springen und hab flinke Beine!
Kaum hatte ich die ersten Hüpf-Sprünge gemacht, da hörte ich schon das Rasseln und Knattern. Es war Alwin, die bescheidene Ringelnatter, auf seiner Jagd durchs Schilf. Er sagte mir freundlich, aber ein wenig fauchend: „Fenn, pass gut auf! Weißt du denn nicht, dass hier öfter ein Bussard vorbeischaut?“ Der Gedanke ließ mich kurz innehalten. Doch dann grinste ich mutig. „Ich habe Tarnung und flinke Beine! Und außerdem will ich nicht immer nur am Baum hocken!“ Alwin schüttelte langsam den Kopf und glitt weiter durch das dichte Gras.
Während ich mich näher an den Teich wagte, hüpfte plötzlich Pia, die schnatternde Teichrohrsängerin, aus dem Schilf. „Fenn, wohin des Weges?“ rief sie und ließ mich erst einmal über die Geschichte ihrer letzten Flugübungen bei Gegenwind lachen. Ich erklärte ihr meinen Plan, den Teich zu erkunden. Mit einem frechen Zwitschern antwortete sie: „Na dann viel Glück! Aber keine Sorge, ich halte Ausschau für dich von oben.” Solche Freundschaften machen das Leben schöner, findet ihr nicht?
Endlich erreichte ich den Teichrand. Ein paar Stichlinge schnappten bereits neugierig nach Algen. „Kommt, Freunde, mal sehen, wer schneller ist!“ rief ich. Frohen Mutes hüpfte ich von einem Stein zum anderen, während sie flink durchs Wasser sausten und um die Pflanzen wichen. Es war ein Wettrennen, das uns alle zum Lachen brachte! Sogar Pia zwitscherte begeistert von ihrem Ast, während Alwin, weit hinter uns, nur das sanfte Rauschen des Wassers bemerkte.
Aber plötzlich – oh nein! Ein Schatten schwebte über uns. Es war tatsächlich ein Bussard! Mein Herz klopfte wie verrückt, doch meine Tarnung und die Pflanzen am Ufer halfen mir, still zu bleiben. Auch die anderen Tiere waren klug genug, sich blitzschnell zu verbergen. Der Bussard kreiste eine Weile und verschwand dann, lautlos wie eine Wolke. Ich atmete erleichtert aus. Heute hatte ich nicht nur den Teich erkundet, sondern auch gelernt, wie wichtig Freunde und Vorsicht sind.
| Name: | Laubfrosch |
| Wissenschaftlicher Name: | Hyla arborea |
| Gewicht: | 5-14 g |
| Maße: | 3-5 cm Länge |
| Lebensalter: | Bis 6 Jahre |
| Lebensraum: | Laubwälder, Feuchtgebiete |
| Geschwindigkeit: | Schnelle Springer |
Der Laubfrosch ist ein kleiner, lebhafter Frosch, der in vielen Teilen Europas und Asiens heimisch ist. Mit seiner leuchtend grünen Haut, die ihm hilft, sich in seiner Umgebung zu tarnen, ist der Laubfrosch leicht zu erkennen. Er hat auch haftende Zehen, die es ihm ermöglichen, geschickt auf Bäumen, Sträuchern und anderen Pflanzen zu klettern.
Laubfrösche sind meist in der Nähe von Gewässern wie Teichen, Seen und Sümpfen zu finden, da sie diese zur Fortpflanzung benötigen. Während der Paarungszeit, die im Frühjahr stattfindet, geben die Männchen laute, quakende Rufe von sich, um Weibchen anzulocken. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier in Wasserpflanzen ab. Die Kaulquappen schlüpfen nach einigen Tagen und entwickeln sich über mehrere Wochen zu erwachsenen Fröschen.
Der Laubfrosch ernährt sich hauptsächlich von Insekten, Spinnen und anderen kleinen Wirbellosen, die er mit seiner schnellen Zunge fängt. Er spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem, indem er die Populationen von Insekten reguliert. Leider sind Laubfrösche in vielen Gebieten durch den Verlust ihres Lebensraums und Umweltverschmutzung bedroht. Der Schutz von Feuchtgebieten und natürlichen Lebensräumen ist daher entscheidend, um die Bestände dieser faszinierenden kleinen Frösche zu erhalten.