Mein Name ist Flossi, und ich bin ein Seestern. Ich lebe in einem der schönsten Orte der Welt: in einem Tidenbecken voller weicher Algen und schimmernder Korallen. Mit meinen fünf Armen krabble ich gern über den sandigen Meeresboden. Ich liebe die salzige Frische des Wassers, das sanfte Licht, das durch die Wasseroberfläche bricht, und das Gewimmel anderer Meeresbewohner um mich herum.
Eines Morgens, als die Sonne gerade das Wasser in ein warmes Gold tauchte, bemerkte ich, dass etwas nicht stimmte. Meine Lieblingsmuschel war verschwunden! Ich hatte sie immer in einer kleinen Nische unter einer Koralle verborgen. Sie war groß, glänzend und perfekt, und jetzt? Einfach weg! „Das kann doch nicht wahr sein!“, murmelte ich zu mir selbst.
Zuerst fragte ich meinen Nachbarn Bobo, den Einsiedlerkrebs. „Bobo, hast du meine Muschel gesehen?“ Er wackelte mit seinen Scheren und sagte: „Flossi, ich bin heute erst aus meiner Höhle gekrochen. Aber vielleicht weiß Nala, die Anemonenfischin, etwas.“ Ich bedankte mich bei Bobo und machte mich langsam auf den Weg zu Nalas Koralle.
Nala schwamm elegant zwischen den Tentakeln ihrer Anemone. „Flossi, es tut mir leid, aber ich habe deine Muschel nicht gesehen“, meinte sie. „Aber hast du schon mit Hugo gesprochen? Der Oktopus hat ein großes Höhlensystem, und er sammelt oft glitzernde Sachen.“ Ich nickte und machte mich auf den Weg zu Hugos Höhle, die in der Dunkelheit versteckt lag.
Als ich Hugo traf, zappelte er aufgeregt mit seinen acht Tentakeln. „Ah, Flossi, steckst du in Schwierigkeiten?“, fragte er. Nachdem ich ihm von meiner verschwundenen Muschel erzählt hatte, runzelte er seine Stirn. „Ich habe sie nicht genommen. Aber vor ein paar Tagen habe ich gesehen, wie die Strömung hier etwas Großes fortgetragen hat.“
Die Strömung! Natürlich! Ich hatte meine kleine Nische nicht gut genug gesichert. Jetzt wurde mir klar, dass die muschel wirklich fortgetrieben worden war. „Dann bleibt mir nur, nach ihr zu suchen“, sagte ich entschlossen. Hugo lächelte. „Ich komme mit dir. Ein Abenteuer klingt spannend! Außerdem kenne ich gute Verstecke, wo sie gelandet ist.“
Gemeinsam machten wir uns auf die Suche. Wir durchkämmten den Meeresboden, spähten unter Felsen und schauten sogar in leere Muschelschalen. Nach einer ganzen Weile fanden wir etwas Glänzendes, das von einer Seegurke halb im Sand vergraben war. „Da ist sie!“, rief ich glücklich. Hugo half mir, die Muschel auszugraben.
Als ich meine Muschel zurückhatte, fühlte ich eine riesige Erleichterung. Doch ich wusste eins: Beim nächsten Mal werde ich besser darauf achten und sie gut sichern, damit die Strömung sie nicht wieder fortträgt. Hugo lächelte und sagte: „Wenn du Hilfe brauchst, weißt du ja, wo ich bin.“ Und so kehrte ich zufrieden zurück.
Seesterne haben weder Gehirn noch Blut! Stattdessen nutzen sie ein spezielles Gefäßsystem, das mit Meerwasser gefüllt ist, um Nährstoffe und Sauerstoff in ihrem Körper zu transportieren.
| Name: | Seestern |
| Wissenschaftlicher Name: | Asteroidea |
| Gewicht: | 5 kg |
| Maße: | bis zu 80 cm |
| Lebensalter: | bis zu 34 Jahre |
| Lebensraum: | Europäische Meere (abgesehen vom Mittelmeer) sowie im Nordatlantik. |
| Geschwindigkeit: | - |
Seesterne, auch bekannt als Asteroidea, sind eine Klasse von Meerestieren, die zu den Stachelhäutern gehören. Diese ikonischen Meeresbewohner sind für ihre sternförmige Gestalt mit fünf oder mehr Armen bekannt. Seesterne sind in einer Vielzahl von Meeresumgebungen zu finden, von Gezeitentümpeln bis zu den Tiefen des Ozeans, und sie spielen eine wichtige Rolle in ihrem Ökosystem, insbesondere bei der Kontrolle der Population von Muscheln und anderen kleinen Meerestieren.
Seesterne ernähren sich durch einen einzigartigen Prozess: Sie stülpen ihren Magen aus ihrem Körper heraus, um ihre Beute zu verdauen, bevor sie ihn wieder einziehen. Sie haben die bemerkenswerte Fähigkeit, verlorene Arme zu regenerieren, was sie zu faszinierenden Studienobjekten für Wissenschaftler macht. Trotz ihrer Robustheit sind Seesterne durch die Veränderungen ihrer Lebensräume bedroht, darunter auch durch steigende Meerestemperaturen und Versauerung des Ozeans, die ihre Kalziumkarbonat-Skelette beeinträchtigen können.