Hallo! Ich bin Femke, und ich bin ein Baummarder. Magst du spannende Geschichten? Dann pass gut auf, denn dies ist meine: Es begann an einem frühen Morgen im Mai, als ich tief im grünen Herzen meines Waldes erwachte. Mein Zuhause ist ein kleiner Spalt in einer mächtigen Fichte, umgeben von Buchen, Eichen und Kiefern, die hoch wie Türme in den Himmel ragen. Im Dach aus Blättern gibt es mehr Geheimnisse, als du dir vorstellen kannst.
Die Sonne wärmte meine Fellspitzen, als ich vorsichtig den Kopf aus meiner Höhle herausstreckte. Die Luft roch nach feuchtem Moos und frischen Blumen. Mein Bauch knurrte; es war Zeit für Frühstück. Ich bin flink und schnell, perfekt für die Jagd. Mit einem Sprung pirschte ich durch die Bäume, immer aufmerksam, denn auch ich habe Feinde. Habicht und Uhu könnten mich jagen, wenn ich Unachtsamkeit zeige – aber ich bin clever, und noch schlauer mit leerem Magen.
Gerade als ich ein raschelndes Geräusch hörte, tauchte Mikkel auf, ein junger Rotfuchs. Er war ein wenig stürmisch, aber wir verstehen uns gut – solange er meine Beute nicht klaut. "Femke," rief er frech, "was suchst du da oben? Hast du den Hasen entdeckt?" Ich grinste und sprang auf einen Ast oberhalb von ihm. "Besser, Mikkel: eine ganze Hasenfamilie! Aber Verantwortung ist wichtig, sie dürfen nicht zu klein sein." Und weiter ging meine lautlose Jagd.
Die Hasen waren verschwunden, doch ich entdeckte etwas anderes: eine Maus. Mikkel scharrte unten ungeduldig mit den Pfoten, aber dies war eine Situation, die Fingerspitzengefühl (oder besser: Krallen) erforderte. "Nicht zu hastig," murmelte ich zu mir selbst. Mit leichten, schnellen Bewegungen schlich ich näher und schlug zu – geschickt und präzise. Mikkel staunte. "Hast du sie wirklich gefangen?" fragte er. "Natürlich, aber man muss geschickt sein – und selbstständig!"
Als die Abenddämmerung das Grün des Waldes in Orangen und Purpur verwandelte, kehrte ich in meinen Unterschlupf zurück. Ein guter Tag lag hinter mir, doch ich wusste: Das Morgenlicht würde neue Herausforderungen bringen, vielleicht etwas Größeres – verantwortlich müsste ich wieder sein. Die Baumkronen sind mein Königreich. All die Blätter, Zweige und Schatten, das Rauschen – sie erzählen mir Geschichten. Und ich werde immer eine Rolle darin spielen.
| Name: | Baummarder |
| Wissenschaftlicher Name: | Martes martes |
| Gewicht: | ca. 0,8-1,8 kg |
| Maße: | ca. 45-58 cm, Schwanzlänge ca. 16-28 cm |
| Lebensalter: | ca. 10-15 Jahre |
| Lebensraum: | Wälder, insbesondere Misch- und Nadelwälder |
| Geschwindigkeit: | ca. 30 km/h |
Der Baummarder, auch als Edelmarder bekannt, gehört zur Familie der Marder (Mustelidae) und ist in Europa und Teilen Asiens verbreitet. Er ist ein geschickter Kletterer und lebt hauptsächlich in Wäldern, wo er sowohl in Bäumen als auch am Boden nach Nahrung sucht. Der Baummarder hat einen schlanken Körper, einen langen buschigen Schwanz und ein dichtes, glänzendes Fell, das in der Regel dunkelbraun bis schwarz ist.
Baummarder sind Allesfresser und ihre Ernährung variiert je nach Jahreszeit. Sie fressen kleine Säugetiere, Vögel, Insekten, Früchte und Beeren. Ihre Fähigkeit, sowohl am Boden als auch in den Bäumen zu jagen, macht sie zu vielseitigen und erfolgreichen Raubtieren. Baummarder sind bekannt für ihre Geschicklichkeit und Schnelligkeit, die ihnen helfen, Beute zu fangen und Raubtieren zu entkommen.
Der Baummarder baut seine Nester, auch als Kobel bezeichnet, in hohlen Bäumen oder verlassenen Vogelnestern. Diese Nester bieten Schutz und einen sicheren Platz zur Aufzucht der Jungen. Baummarder sind Einzelgänger und sehr territorial. Sie markieren ihr Revier mit Duftdrüsen, um andere Marder fernzuhalten. Trotz ihrer scheuen Natur spielen Baummarder eine wichtige Rolle im Ökosystem, indem sie zur Kontrolle der Populationen kleiner Säugetiere und Insekten beitragen und zur Verbreitung von Samen durch ihre Ernährung beitragen.