Hallo! Ich bin Flinka, das Eichhörnchen mit dem buschigsten Schwanz, das ihr jemals gesehen habt. Meine Freunde sagen, ich könnte damit Besen spielen, aber ich glaube, sie sind nur neidisch! Ich lebe in einem riesigen Park mit vielen prächtigen Bäumen – Eichen, Buchen und Kastanien. Die Äste der Bäume sind meine Straßen, und wenn der Wind durch die Blätter rauscht, fühle ich mich wie der König meines grünen, raschelnden Reichs. Heute Morgen bin ich aufgewacht, als die Sonnenstrahlen durch die Zweige stachen und ein Rotkehlchen ein Lied sang. Der Tag versprach, spannend zu werden – und spannend wurde er, aber anders, als ich dachte.
Mir knurrte der Magen, wie immer bei Sonnenaufgang. Mein Vorrat an Eicheln wurde langsam knapp, also machte ich mich auf den Weg zu meiner geheimen Schatzkammer. Ich hatte einen Platz, den nur ich kannte: Unter einem kräftigen Kastanienbaum, in der Nähe eines Brombeerstrauchs. Aber als ich dort ankam, erschrak ich. Die Brombeeren waren zertreten, und mein Vorrat war verschwunden! Das konnte nur jemand mit großen Pfoten gewesen sein – vielleicht der Fuchs, der kürzlich durch die Gegend geschlichen war. Ich musste herausfinden, wer es war. Die Eicheln waren nicht nur Nahrung für mich, sondern auch Teil unserer Tradition. Viele Eichhörnchen hatten hier früher ihre Vorräte versteckt. Es war unser Stammschatz!
Ich entschied, die Spur zu verfolgen. Die zertretenen Brombeeren führten mich zu einem umgestürzten Baum. Da hörte ich ein Rascheln. Es war Max, der Dachs mit seinen schimmelgrauen Streifen am Kopf. Max war für seine Vorliebe für Brombeeren bekannt, aber er stahl niemals Vorräte – zumindest hatte ich das gedacht! „Max!“, rief ich empört, „meine Vorräte sind weg. Hast du … etwas damit zu tun?“ Der Dachs lachte und schüttelte seinen Kopf. „Ich bin auf der Suche nach Trüffeln“, sagte er und gab mir einen wissenden Blick. „Aber Marla, die Mäusekönigin, hat gestern etwas Verdächtiges mit einer Gruppe anderer Mäuse besprochen.“ Marla war schlau – manchmal zu schlau. Ich musste mit ihr reden.
Das Mausnest lag am Fuß einer alten Eiche. Marla empfing mich mit einem unschuldigen Lächeln. „Hallo Flinka,“ zwitscherte sie. „Was bringt dich zu uns?“ „Wo sind meine Vorräte?“, platzte es aus mir. Marla sah plötzlich schuldbewusst aus, ihre Augen wurden groß. „Wir hatten zu wenig Vorräte für unser Fest“, erklärte sie. „Es ist der Tag unserer Mäusetanz-Tradition, und wir wollten ihn nicht absagen! Bitte sei nicht böse!“ Meine Nase zuckte vor Aufregung, doch dann atmete ich tief durch. Traditionen sind wichtig, aber es musste eine Lösung geben. „Lasst uns teilen“, sagte ich schließlich. „Wir Eichhörnchen haben auch Traditionen, aber vielleicht sollten wir ein Fest gemeinsam feiern!“ Marlas Augen strahlten. „Das ist eine tolle Idee, Flinka!“ Und so begann das bunteste Fest, das der Park je gesehen hatte.
| Name: | Eichhörnchen |
| Wissenschaftlicher Name: | Sciurus vulgaris |
| Gewicht: | 250-350 g |
| Maße: | 20-30 cm Länge |
| Lebensalter: | Bis 6 Jahre |
| Lebensraum: | Wälder, Parks |
| Geschwindigkeit: | Kann Bäume schnell erklimmen |
Das Eichhörnchen ist ein kleines, flinkes Tier, das in vielen Teilen der Welt zu Hause ist, darunter Europa, Asien und Nordamerika. Mit seinem buschigen Schwanz, den scharfen Krallen und den großen Augen ist das Eichhörnchen leicht zu erkennen. Es lebt hauptsächlich in Bäumen und ist ein hervorragender Kletterer und Springer.
Eichhörnchen lieben es, Nüsse, Samen, Früchte und Pilze zu sammeln. Besonders im Herbst verstecken sie viele Nüsse, um für den Winter vorzusorgen. Manchmal vergessen sie aber, wo sie ihre Vorräte versteckt haben. Das ist gut für die Natur, weil aus den vergessenen Nüssen neue Bäume wachsen können. Außerdem fressen sie gerne aus Vogelhäusern und nutzen andere verfügbare Nahrungsquellen.
Eichhörnchen können sich gut an verschiedene Umgebungen anpassen. Sie leben in dichten Wäldern, aber auch in Parks und Gärten in Städten. Ihre Nester, die Kobel genannt werden, bauen sie hoch oben in den Bäumen aus Zweigen und Blättern. Eichhörnchen sind für ihre akrobatischen Fähigkeiten bekannt und können mühelos von Ast zu Ast springen. Sie sind wichtige Tiere im Wald, weil sie helfen, neue Bäume zu pflanzen, und gleichzeitig Nahrung für Raubtiere wie Füchse und Greifvögel sind.