Hallo! Ich bin Caro, eine prächtige Blau-Gelbarin, wie ihr Menschen uns nennt. Dies hier ist mein Zuhause: der üppige Regenwald Südamerikas. Vielleicht habt ihr schon mal von uns gehört – wir sind die Papageien mit den leuchtend blauen und gelben Federn, die in Baumriesen leben, umgeben von grünen Blättern und dem Duft nach wilden Orchideen. Meine Familie und ich leben hoch oben in den Kronen dieser Riesenbäume. Von so weit oben kann ich alles im Blick behalten: den leise plätschernden Bach, den moosbedeckten Boden und Vögel, die wie Pinselstriche in der Luft schweben. Ein Samstag wie heute, wenn die Sonne durch die Blätter funkelt, ist perfekt zum Spielen und Entdecken.
Heute hatte mein bester Freund Tito, der rotschwarze Tukán, eine besondere Überraschung für mich. "Komm, Caro!", rief er in seinem hellen, trompetenden Ruf. Er balancierte einen runden, leuchtend roten Samen auf seinem Schnabel. "Was hast du da?", fragte ich neugierig und flatterte hinüber zu seinem Ast. Tito grinste verschmitzt. "Das ist ein Regenwaldball! Wir können ein Spiel spielen. Du musst ihn in die Luft werfen und fangen, ohne dass er auf den Boden fällt." Meine Krallen schlossen sich zögernd um den glatten Samen. "Das klingt lustig! Aber geht das bei diesem Wind und da unten, wo Jaguare lauern?" "Das ist doch der Spaß", gluckste Tito und sprang los. Wer konnte da schon Nein sagen?
Wir flogen zu einer kleinen Lichtung, wo die Sonne zwischen den Bäumen Funken tanzte. Mein Herz klopfte vor Aufregung, als ich den Samen in die Luft schleuderte. Er glitt und drehte sich, und ich hatte wenig Zeit, ihm nachzujagen. Tito war schneller; er schnappte ihn in einem eleganten Schwung und lachte: "Du musst schneller sein, Caro!" Doch kaum hatte er das gesagt, brauste eine Gruppe kleiner Totenkopfäffchen aus dem Dickicht und jagte zwischen uns hindurch. "Ihr spielt Ball? Wir wollen auch mitmachen!", piepsten sie. Tito war nicht ganz so begeistert, immerhin hatten Moskitos jetzt ihren Spaß, uns in die Prachtfedern zu stechen. Aber ich hatte eine Idee!
"Lasst uns ein Lager bei der alten Kapokblüte machen", schlug ich vor. Die Affen und Tito waren einverstanden. Dort war mehr Platz, und die vielen Äste der Kapokbäume konnten uns Schutz bieten, falls sich einer der Faulbäume gefährlich nahe traut. Gemeinsam übten wir komplizierte Flugtricks im Schatten zwitscher Paradonges.
| Name: | Ara |
| Wissenschaftlicher Name: | Ara macao |
| Gewicht: | ca. 900-1200 g |
| Maße: | ca. 81-96 cm lang, Flügelspannweite ca. 90-100 cm |
| Lebensalter: | ca. 40-50 Jahre |
| Lebensraum: | Tropische Regenwälder, Savannen |
| Geschwindigkeit: | ca. 35-40 km/h |
Aras sind farbenprächtige Papageien, die in den tropischen Regenwäldern Mittel- und Südamerikas heimisch sind. Sie sind bekannt für ihr lebhaftes Gefieder, das in strahlenden Farben wie Blau, Rot, Grün und Gelb leuchtet. Es gibt mehrere Arten von Aras, darunter der Blaue Ara, der Gelbbrustara und der Scharlachara, die sich in Größe und Färbung unterscheiden.
Aras sind intelligente und soziale Vögel, die oft in Paaren oder kleinen Gruppen leben. Sie sind geschickte Kletterer und nutzen ihre kräftigen Schnäbel, um sich an Ästen festzuhalten und Nüsse und Früchte zu knacken, die den Hauptbestandteil ihrer Nahrung ausmachen. Aras haben auch die Fähigkeit, menschliche Stimmen und andere Geräusche zu imitieren, was sie zu beliebten Haustieren macht, obwohl sie viel Platz und Beschäftigung benötigen.
In der Natur nisten Aras in Baumhöhlen oder an Felswänden. Das Weibchen legt normalerweise zwei bis drei Eier, die es etwa 24 bis 28 Tage lang bebrütet. Beide Elternteile kümmern sich um die Jungen, bis diese flügge werden. Leider sind viele Ara-Arten durch Lebensraumverlust und illegalen Handel bedroht. Der Schutz ihrer natürlichen Lebensräume und die Bekämpfung des illegalen Handels sind entscheidend, um das Überleben dieser beeindruckenden und wunderschönen Vögel zu sichern.