Der Rotmilan (Milvus milvus) ist ein mittelgroßer Greifvogel, der in Europa heimisch ist. Er gehört zur Familie der Habichtartigen und ist vor allem an seinem gegabelten Schwanz zu erkennen, der ihm im Flug eine charakteristische Silhouette verleiht. Die Flügelspannweite des Rotmilans beträgt beeindruckende 150–180 cm, was ihn zu einem der größten Greifvögel Europas macht.
Rotmilane bevorzugen offene Landschaften mit vereinzelten Bäumen oder Wäldern, in denen sie ihre Nester bauen können. Sie ernähren sich hauptsächlich von kleinen Säugetieren, Vögeln und Aas, sind jedoch auch für ihre Anpassungsfähigkeit bekannt und nutzen gelegentlich menschliche Abfälle als Nahrungsquelle. Besonders in Deutschland ist der Rotmilan weit verbreitet, da hier etwa die Hälfte der weltweiten Population lebt.
Der Rotmilan ist ein Zugvogel, der im Herbst in den Süden zieht und im Frühjahr zurückkehrt. Aufgrund von Lebensraumverlust und Vergiftungen durch Pestizide gilt er jedoch als gefährdet. Schutzmaßnahmen und gezielte Programme haben in den letzten Jahren dazu beigetragen, die Bestände zu stabilisieren.